Neubau Lebenshilfe baut Wohnheim in der Memminger Wanne

In Nachbarschaft zu Fitnessstudio und Lebensmittel-/Getränkemarkt will die Lebenshilfe ein Wohnheim für 24 behinderte Menschen bauen. Die Stadtverwaltung wird im südöstlichen Bereich der Memminger Wanne mit der Erschließung für weitere Grundstücke (gelbe Fläche beginnen Lund einen Ring-Schluss zwischen Dresdener- und Chemnitzer-Straße (rote Markierung) herstellen.
In Nachbarschaft zu Fitnessstudio und Lebensmittel-/Getränkemarkt will die Lebenshilfe ein Wohnheim für 24 behinderte Menschen bauen. Die Stadtverwaltung wird im südöstlichen Bereich der Memminger Wanne mit der Erschließung für weitere Grundstücke (gelbe Fläche beginnen Lund einen Ring-Schluss zwischen Dresdener- und Chemnitzer-Straße (rote Markierung) herstellen. © Foto: Luftbild Geyer
Giengen / Marc Hosinner 30.07.2015
Nach dem Wohnheim an der Riedstraße und dem kürzlich in den Steinwiesen eingeweihten großen Werkstattbereich nimmt die Lebenshilfe ein weiteres Vorhaben in der Stadt in Angriff: Der Gemeinderat stimmte jetzt dem Verkauf einer Fläche in der Memminger Wanne zu. Dort will die Lebenshilfe ein weiteres Wohnheim bauen.

Die ursprünglichen Pläne der Lebenshilfe Heidenheim waren andere: Zusammen mit der Nikolauspflege wurde schon vor einigen Jahren der Plan gesponnen, eine gemeinsame Einrichtung im nördlichen Bereich des Ploucquet-Areal in Heidenheim zu errichten – was aber in erster Linie daran scheiterte, dass Verkaufsverhandlungen mit der Stadt Heidenheim nicht zum Ende gebracht werden konnten.

Die Nikolauspflege und die Lebenshilfe suchten daraufhin getrennt nach geeigneten Lösungen. Wie schon zweimal zuvor, rannte die Behinderten-Einrichtung, die 1962 als Verein ins Leben gerufen wurde, in Giengen quasi offene Türen ein. Nicht zuletzt vor knapp zwei Wochen bei der Feier zur Einweihung der Werkstatt wurde das gute Verhältnis zwischen Stadtverwaltung Giengen und Lebenshilfe gerühmt. Oberbürgermeister Gerrit Elser spricht in diesem Zusammenhang von einem „Glücksfall“.

Mehrere Monate standen die Verwaltung und die Lebenshilfe in Verhandlungen bezüglich eines Grundstücks im südöstlichen Bereich der Memminger Wanne mit einer Fläche von 3370 Quadratmetern. Dort soll nun – nachdem der Gemeinderat für den Verkauf der Fläche votiert hat – ein Wohnheim für 24 behinderte Menschen in einem einstöckigen Gebäudekomplex gebaut werden. „Das ist ein weiterer Meilenstein in der erfolgreichen Zusammenarbeit. Ich bin sehr froh, dass sich die Lebenshilfe für uns entschieden hat. Die Wegverbindungen vom Grundstück zu Einrichtungen in unserer Stadt sind ideal“, so der Oberbürgermeister. Verkauft wird das Grundstück zu 130 Euro je Quadratmeter, was eine Summe von 438 100 Euro ergibt. Allerdings erhält die Lebenshilfe einen einmaligen Investitionskostenzuschuss im Sinne der Vereinsförderung, so dass am Ende ein Kaufpreis von 400 000 Euro aufgerufen wird.

Durch den Verkauf des Grundstücks an die Lebenshilfe verfügt die Stadt im östlichen Teil der Memminger Wanne nur noch über wenige Wohn-Baugrundstücke. Gar nicht mehr zur Verfügung stehen allerdings Mischgebietsflächen, die sowohl dem Wohnen als auch nicht störendem Gewerbe dienen. Daher soll, ebenfalls nach Zustimmung des Gemeinderats, im ersten Halbjahr 2016 die weitere Erschließung des Wohngebiets umgesetzt werden. Für den Straßenbau – geplant ist ein Ring-Schluss der Dresdener- und der Chemnitzer-Straße – werden nach derzeitigem Stand Kosten in Höhe von 115 000 Euro anfallen. Ist das erfolgt, können bis zu 5000 Quadratmeter Mischgebietsfläche zur weiteren Vermarktung von der Stadt angeboten werden.

50 000 Euro sind für das Anlagen eines Kinderspielplatzes im östlichen Bereich der künftigen Bebauung eingeplant. Eine Abstimmung über Konzeption und Ausstattung des Spielplatzes ist allerdings noch nicht erfolgt.