Giengen Kultur in Giengen: Kleiner Etat, große Wirkung

2019 wieder Teil des Kulturprogramms: Die Reihe „Halb 8“ beim La Cucina.
2019 wieder Teil des Kulturprogramms: Die Reihe „Halb 8“ beim La Cucina. © Foto: Archiv/Christian Thumm
Giengen / Marc Hosinner 06.12.2018
Fürs nächste Jahr ist ein städtischer Zuschuss für kulturelle Veranstaltungen in Höhe von gerade mal 41 500 Euro veranschlagt. Neben „Halb 8“ und Kultur an der Mauer ist wieder ein umfangreiches Programm geplant.

Gleich zu Beginn des nicht mehr allzu weit entfernten nächsten Jahres wartet das städtische Kulturprogramm mit einer Änderung auf: Es wird kein Neujahrskonzert des städtischen Sinfonieorchesters geben. Die Musiker hatten darum gebeten, eine Pause einzulegen. Anfang 2020 soll es aber wieder soweit sein. Kulturamtsleiter Andreas Salemi hat allerdings zum Einstieg ins kulturelle Jahr adäquaten Ersatz gefunden: Mitte Januar gastieren die „K&K Philharmoniker) in der Stadt.

Ansonsten gibt es 2019 ein gewohnt breit gefächertes Angebot: Es sind weitere Konzerte geplant, mehrere Ausstellungen (darunter eine, die sich aus historischer Sicht mit den Städtepartnerschaften auseinandersetzt), ein Mühlen-Open-Air sowie das doch schon traditionelle Weihnachtsmärchen des Naturtheaters Heidenheim.

Natürlich wird auch auf eine weitere Auflage von „Halb 8“ nicht verzichtet. „Der Umzug Richtung La Cucina war die beste Alternative, die wir finden konnten. Für das große Wohlwollen der Gastronomie bin ich sehr dankbar“, so Salemi. 2018 kamen etwa 5000 Besucher zu den Gratiskonzerten. Einziger Kritikpunkt war die für den neuen Veranstaltungsort unterdimensionierte Beschallungsanlage. Um für eine ausgewogene Beschallung zu sorgen, wird Tontechnik benötigt“, so der Kulturamtsleiter. Deren Ausleihe verursache etwa 2000 Euro Mehrausgaben.

Fest im Programm verankert ist auch die Reihe „Kultur an der Mauer“, zu der, so die Beobachtung Salemis, „immer mehr Menschen aus dem ganzen Landkreis“ kämen.

Kulturnacht am 6. April

Ein Eckpfeiler des kulturellen Angebots ist auch die Kulturnacht, die 2019 am 6. April stattfinden wird. Zuletzt traten in der Schranne nur zwei Gruppen/Künstler auf – um Kosten zu sparen. Dies habe zu Qualitätsverlust geführt. Bei der 15. Auflage soll das vermieden werden. „Aufgrund des Alleinstellungsmerkmals und der überregionalen Bedeutung der Kulturnacht wollen wir am Spielort Schranne wieder drei Programmpunkte anbieten.

Insgesamt wird mit Ausgaben in Höhe von 79 300 Euro und 37 750 Euro kalkuliert – was einen Zuschuss von 41 550 Euro ausmacht.

„Wir können sehr stolz sein auf unser Programm im kulturellen Bereich“, so das Lob von Oberbürgermeister Dieter Henle zuletzt im Gemeinderat an die Adresse des Teams des Kulturamts. Auch Stadträtin Maria Konold-Pauli befand: „Jedes Jahr wird ein anspruchsvolles Programm geboten.“ Wilhelm Oszfolk (SPD) sagte: „Kultur an der Mauer oder auch Halb 8 sind gutes Marketing für die Stadt.“

Besucherzahl konnte 2017

noch einmal gesteigert werden

Mit einem Rekordergebnis bei den Besucherzahlen wartete aus Sicht der städtischen Kulturveranstaltungen das Jahr 2017 auf: Nach 11 106 Besuchern im Jahr 2016 sind 2017 insgesamt 12 747 Besucher gezählt worden. „Es war ein Jahr mit sehr viel Licht und ganz wenig Schatten“, so das Fazit von Kulturamtsleiter Andreas Salemi. Zum Vergleich: 2013 betrug die Zahl der Besucher gerade mal 4569. „Der Anstieg hat natürlich auch mit Veranstaltungen wie Halb zu tun“, sagte Salemi.

Finanziell schlossen die städtischen Kulturveranstaltungen im vergangenen Jahr mit einem Deckungsgrad etwa 53 Prozent ab. Die Ausgaben lagen 2500 über dem Plan und betrugen knapp 70 000 Euro. Dem standen Einnahmen in Höhe von gut 37 000 Euro (fast wie geplant) gegenüber.

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