Giengen Kläranlage: rund eine Million für neue Technik

Giengen / Dieter Reichl 07.02.2019
In die Giengener Kläranlage werden rund 1,1 Millionen Euro investiert. Zusätzlich werden mit dem Inliner-Verfahren weitere Kanäle im Straßennetz saniert.

Der sichere Betrieb einer Kläranlage gehört zu den wichtigeren Dingen einer jeden Kommune. Weswegen der Eigenbetrieb Stadtentwässerung darauf großes Augenmerk legt und auch teure Investitionen tätigt.

So auch jetzt wieder: die Giengener Anlage ist in fortgeschrittenem Alter, weshalb Zug um Zug verschiedene Anlagenteile erneuert werden müssen. Dies war bei den jüngsten Beratungen über den Haushaltsplan 2019 unstrittig, der Wirtschaftsplan wurde einstimmig beschlossen.

Aktuell gilt der Blick der E-Technik/technischen Ausrüstung in der Anlage im Ried. Wegen der hohen Kosten, rund 1,1 Millionen Euro, wurde die Finanzierung auf die beiden Jahre 2018 und 2019 verteilt. Insgesamt werden in die Kläranlage in diese beiden Jahr mehr als 1,5 Millionen Euro investiert. 2019 sind es 850000 Euro, die in die Erneuerung der E-Technik und einer Sanierung der technischen Ausrüstung bereitgestellt werden. Wann genau die neuen Schaltschränke eingebaut werden, ist derzeit allerdings noch offen.

Ordentlicher Zustand

Derzeit wird im Ried die Heizungsanlage ausgetauscht, im Lauf des Jahres soll das Blockheizkraftwerk erneuert werden. Aktuell in der Schlussphase befindet sich zudem die Sanierung der beiden roten Faultürme, die bereits 2017 begonnen wurde und die sich etwas länger hingezogen hat.

Aber: Der Zustand der Türme war ordentlich und deutlich besser als befürchtet. Was natürlich erst zu erkennen war, als die Türme leer waren. Der zweite Turm wurde erst geleert, als der erste bereits wieder in betrieb war. Es mussten lediglich einige Risse behandelt und die Beschichtung erneuert, sowie rostige Leitungen durch solche aus Edelstahl ersetzt werden. Für die kommenden 15 bis 20 Jahre müsste jetzt ein sicherer Betrieb gewährleistet sein, schätzt der Leiter des Eigenbetriebs Stadtentwässerung, Alexander Fuchs.

Kanalnetz als Aufgabe

Der Blick des städtischen Eigenbetriebs gilt allerdings nicht nur der Kläranlage. Ein weiterer großer Aufgabenbereich sind die Erschließungen im Kanalnetz sowie dessen Sanierung und Instandhaltung. An Erschließung und Bau sind in diesem Jahr welche in den Wohngebieten Alpenblick in der Giengener Südstadt, im Flecken-Ost in Hohenmemmingen vorgesehen, sowie die Planung im Baugebiet Schlossblick in Burgberg. Für diese Kanalerschließungen in den Baugebietserschließungen sind insgesamt rund 700 Meter Kanalleitungen vorgesehen, bei einer Investitionssumme von 575000 Euro.

Bei den sonstigen Kanalerneuerungen und -sanierungen sind rund 1000 Meter Inlinersanierung mit einer Investitionssumme von 250000 Euro vorgesehen. Bei dieser Inlinersanierung wird in den Kanalleitungen durch unterschiedliche Methoden von innen eine neue Schutzschicht aufgebracht. Es handelt sich dabei um eine kostengünstige Form der Kanalsanierung. Der Sanierungsschwerpunkt ergebit sich jährlich neu aus der aktuellen Prioritätenlsite in Abstimmung mit den Stadtwerken und der Tiefbauverwaltung.

Und nicht zuletzt wird in diesem Jahr die Wiederholungsprüfung, also die Zweituntersuchung des gesamten Kanalnetzes von Giengen im Zuge der gesetzlichen Eigenkontrollverodnung zum Abschluss gebracht.

Kläranlage bald 60 Jahre alt

Die Giengener Kläranlage im Ried wurde in den Jahren 1960 bzw. 1987 erbaut. im Jahr 2010 wurde sie erweitert auf die Größe von 35 000 Einwohnerwerten. Damit können die gesetzlich vorgeschriebenen Einleitungswerte sicher eingehalten werden.

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