Giengen Kläranlage im Ried: E-Technik geht ziemlich ins Geld

Die jetzt noch bestehende E-Technik zur Steuerung der Kläranlage ist veraltet und muss erneuert werden.
Die jetzt noch bestehende E-Technik zur Steuerung der Kläranlage ist veraltet und muss erneuert werden. © Foto: Archiv
Giengen / Dieter Reichl 15.02.2018
Der städtische Eigenbetrieb will in die elektrische Steuerung der Kläranlage im Ried auf zwei Jahre verteilt rund 1,1 Millionen Euro investieren.

Der Aufgabenkatalog des städtischen Eigenbetriebs für den zukunftsfähigen Betrieb der Kläranlage im Ried wird nicht kleiner: Nachdem im vergangenen Jahr die Sanierung der beiden Faultürme im Mittelpunkt stand, gilt in diesem Jahr der Blick vor allem der Elektrotechnik, mit der die Kläranlage gesteuert wird.

Dass diese erneuert werden muss, kommt nicht aus heiterem Himmel: sie ist nämlich rund 30 Jahre alt, entspricht nicht mehr dem heutigen Standard und ist störanfällig. Für die Erneuerung wurden Mittel in Höhe von 1,1 Millionen Euro in den Vermögensplan des Eigenbetriebs Stadtentwässerung eingestellt, 500 000 Euro im Jahr 2017, weitere 600 000 Euro in diesem Jahr.

Einleitungswerte eingehalten

Nachdem 2010 die Kläranlage auf 35 000 Einwohnerwerte erweitert wurde, konnten die gesetzlich geforderten Einleitungswerte sicher eingehalten werden, berichtet Werkleiter Alexander Fuchs. Durch das fortgeschrittene Alter der Anlage mit Baujahr 1960 bzw. 1987 müssen in den kommenden Jahren verschiedene Anlagenteile nach und nach erneuert werden. Neben der aktuell anstehenden Elektrotechnik gilt dies für die technische Ausrüstung wie auch die Bauwerke. Kanalnetz ein Dauerthema

Der Blick des Eigenbetriebs Stadtentwässerung geht allerdings nicht nur in Richtung Kläranlage. Er gilt auch dem Kanalnetz, an dem auch in jedem Haushaltsjahr Erneuerungen und Sanierungen stattfinden. So auch 2018: mit Investitionen in Höhe von 250 000 Euro sind wiederum rund 1000 Meter Inlinersanierung im Kanalnetz geplant.

Der Sanierungsschwerpunkt wird sich wieder aus der aktuellen Prioritätenliste in Abstimmung mit den Stadtwerken und der Tiefbauverwaltung ergeben. Fuchs berichtet, dass die Kanalsanierung in den vergangenen Jahren mit erheblichem Aufwand vorangebracht wurde. Die Schäden konnten deutlich verringert werden. Es sei aber nach wie vor erforderlich, vorhandene undichte Stellen im Kanalnetz zu reparieren und abzudichten. Absehbar sei allerdings, dass der Sanierungsaufwand weiter rückläufig sein wird.