Giengen / Marc Hosinner Die Stadt Giengen hatte in der Bundeshauptstadt Fördermittel für die Sanierung der Einrichtung in der Walter-Schmid-Halle beantragt, geht aber leer aus.

Unter großem Zeitdruck und mit viel Einsatz hatte die Stadtverwaltung Mitte des vergangenen Jahres Unterlagen fertiggestellt und in die Hauptstadt geschickt. Der Gemeinderat hatte gar eine Sondersitzung abgehalten. Grund für die Mühen war ein Förderprogramm, das der Bund unter dem Namen „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ aufgelegt hat.

Die Teilnahme am Programm war seinerzeit seitens des Rathauses als einmalige Chance gesehen worden, weil in der Ausschreibung festgeschrieben war, dass im Falle einer Beteiligung 45 Prozent der Sanierungskosten getragen werden.

Seitens der Stadt Giengen war die Modernisierung des gesamten Badebereichs mit Technik, Becken, Sanitär- und Umkleidebereichen beantragt worden.

Gebaut wurde das Hallenbad im Untergeschoss der Walter-Schmid-Halle in den Jahren 1961/62. Seither hat es nur Reparaturen gegeben, sodass sich die Sanierungskosten auf etwa 2,65 Millionen Euro summieren würden.

Aus der Sanierung wird erst mal nichts. Denn Giengen kam beim Programm nicht zum Zug. Wie Oberbürgermeister Dieter Henle am vergangenen Donnerstag in der Sitzung des Gemeinderats bekannt gab, sei die Stadt nicht aufgenommen worden. „Bedauerlicherweise sind wir nicht dabei. Das Programm war 13-fach überzeichnet“, so der Rathaus-Chef. Der OB gab aber das Versprechen: „Wir probieren es immer wieder. Jetzt hat es leider nicht geklappt.“

Die Stadt befindet sich damit in guter Gesellschaft mit der Gemeinde Sontheim, die Sanierungsmittel für die dortige Sporthalle beantragt hatte und ebenfalls nicht berücksichtigt wurde.

Zunächst waren im Programm 100 Millionen Euro eingeplant. Dann wurde die Frist verlängert und die Mittel aufgestockt.

Der Sontheimer Gemeinderat hat am Donnerstag über den Haushaltsplan für 2019 beraten. Die Absage des Ministeriums war erst kurz vor der Sitzung eingetrudelt.