Giengen / Nadine Rau Die Kegler des SKV Giengen müssen wegen des Sportfuchs-Aus erstmal in Brenz trainieren.

Die Kegler des SKV Giengen stehen derzeit ohne Bahnen in der eigenen Stadt da und haben ihr Training vorerst nach Brenz verlegt. Die Kegelbahnen im Sportstudio Indoor sind von den Keglern in den vergangenen Jahren für ihr Training und die Spiele gemietet worden, nach der Insolvenz ging es nahtlos als Mieter beim Nachfolgebetreiber Sportfuchs weiter. Zumindest bis vor Kurzem. „Wir mussten schon unseren letzten Spieltag der Saison absagen, weil das Gebäude nicht absehbar verschlossen worden ist“, berichtet Herbet Koller, Vorsitzender des Vereins. Zum Glück habe es vom Verband für die Absage keine Strafe gegeben, schließlich konnte der Verein nichts dafür.

Ebenfalls gerade noch gut gegangen sei es, dass Koller kurz vor der Schließung über eine Nachricht einer Mitarbeiterin des Hauses informiert worden ist. „Wir hatten so noch einen Tag Zeit, sind angerückt und haben alles, was uns gehört, zusammenpacken und mitnehmen können“, erzählt Koller. Erst vor Kurzem habe der Verein neue Kegel für 1500 Euro gekauft, die seien abmontiert und ebenfalls eingepackt worden.

Informationen des Vereins zufolge ist der neue Besitzer des Gebäudes die Robert Straub GmbH aus Biberach, die einst ein Mietwagenunternehmen geführt und sich jetzt auf Immobilien spezialisiert hätte. Erreichbar war das Unternehmen seitens der HZ bislang nicht.

Koller geht nicht davon aus, dass die Kegler in absehbarer Zeit eine Rückmeldung bekommen. Die Mannschaften für die neue Saison im Herbst müssten frühzeitig gemeldet werden und sicherer sei es, zunächst in Brenz zu bleiben. Der Verband, so Koller, müsste es in diesem Fall regeln, dass die Spiele von Brenz und Giengen dort zeitlich alle stattfinden können. Trotz allem bleibt Koller positiv. „Viele unserer Mitglieder wohnen sowieso in der Südstadt. Ob die jetzt bis runter in die Stadt oder nach Brenz fahren, macht keinen so großen Unterschied“, scherzt er.