Giengen Draufgeblickt (20): Das Höhlenhaus lockt Touristen

Giengen / Dieter Reichl 21.08.2018
Neben Steiff-Museum, Burgberger Mühle und Jakobswegle ist vor allem die Hürbener Höhlen-Erlebniswelt ein Magnet für Ausflügler.

Mit Superlativen sollte man vorsichtig sein. Dass aber die Hürbener Höhlenerlebniswelt zu einem touristischen Magneten geworden ist, davon kann sich jeder überzeugen, der während der Saison einmal dort vorbeischaut.

2005 wurde das Höhlenhaus eröffnet, dieser Termin markierte den Einstieg der Stadt Giengen in das Gesamtprojekt Höhlenerlebniswelt bei der Charlottenhöhle. Als Leitprojekt des damaligen EU-Förderprogramms Leader Plus nimmt das Höhlenhaus seit der Eröffnung einen hohen Stellenwert im Rahmen des touristischen Angebotes im Landkreis Heidenheim ein. Bewirtschaftet und betrieben wird das Höhlenhaus seit nunmehr dreizehn Jahren mit großem Erfolg vom örtlichen Höhlen- und Heimatverein.

Dessen Vorsitzender, Eduard Geisser, war von Anfang an federführend an diesem Projekt beteiligt und erinnert sich, dass er bei einem Urlaubsaufenthalt in Neuseeland ähnliche Einrichtungen kennenlernte und Anregungen mit nach Hause ins Hürbetal brachte. Sein Gedanke war es, wie man die Charlottenhöhle, die in diesen Jahren ein wenig ein Mauerblümchendasein führte, aufwerten könnte. Es gab nur einen großen Parkplatz für die Höhlenbesucher und eine kleine Wohnmobilstation, sonst nichts. Giengens damaliger Oberbürgermeister Clemens Stahl brachte dann das europäische Förderprogramm Leader Plus ins Spiel. Der Förderanteil von EU und Land Baden-Württemberg lag letztlich bei 70 Prozent, was allein für das Höhlenhaus 229 000 Euro ausmachte. Der städtische Eigenanteil lag bei 150 000 Euro. Jährlich kommen um die 150 000 Besucher zum Höhlenhaus, Familien, Wanderer, Pilger. Kein Wunder, dass es auf dem Parkplatz bisweilen eng wird.

Der Kern bleibt die Höhle

Der Kern der Höhlenerlebniswelt bleibt natürlich die 587 Meter lange Charlottenhöhle. Seit Jahren verzeichnet sie jährlich um die 40 000 Besucher.

Auch wenn sie in ihrer Eigenschaft als Naturdenkmal natürlich weitgehend unberührt bleibt, gibt's auch dort ab und zu Neues: vor drei Jahren wurde eine stromsparende LED-Beleuchtung installiert.

Die Besonderheit in diesem Jahr: es ist genau 125 Jahre her seit ihrer Entdeckung im Mai 1893.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel