Giengen Burgberger Ortsdurchfahrt: Nur die neue Fahrbahn fehlt

Die Arbeiten unter der Erde sind erledigt, was jetzt noch fehlt an der Ortsdurchfahrt, sind eine neue Decke und neue Gehwege – die sind aber erst für nächstes Jahr geplant.
Die Arbeiten unter der Erde sind erledigt, was jetzt noch fehlt an der Ortsdurchfahrt, sind eine neue Decke und neue Gehwege – die sind aber erst für nächstes Jahr geplant. © Foto: Sabrina Balzer
Giengen / Nadine Rau 21.08.2018
Die Firma Weiss aus Günzburg saniert die Burgberger Hauptstraße voraussichtlich im Frühjahr 2019.

Über mehrere Monate wurde in Burgberg die Hauptstraße saniert, die Stadtwerke erneuerten Wasser- und Gasleitungen einschließlich der Hausanschlüsse. Vor kurzem hat die Baustelle ihr Ende gefunden, in Burgberg hat man wieder freie Fahrt. „Die Umleitung war ein Kraftakt“, sagte Tiefbauamtsleiter Helmut Schönberger angesichts der schwierigen Umfahrung während der Bauzeit.

Jetzt sind zwar alle Löcher wieder zu, aber damit hat es sich noch nicht erledigt. Die Fahrbahn und die Einlaufschächte an den Seiten sowie der Gehweg müssen saniert werden. Obendrein soll am Ortsausgang Richtung Hermaringen eine Querung für Radfahrer gebaut werden. Die Kosten belaufen sich auf gut 480 000 Euro. Weil es sich bei der Weiler- um eine Kreisstraße handelt, übernimmt die Kosten für die Erneuerung des Belags das Landratsamt (260 000 Euro), für die Gehwege kommt die Stadt auf (220 000 Euro).

Parkflächen für Anwohner

„Viele Bewohner haben angefragt, ob man im Zuge der Arbeiten auch abgesenkte Bordsteine und Parkflächen auf dem eigenen Grundstück schaffen könnte“, so Schönberger. Ob hoher oder niederer Bordstein, das mache finanziell keinen Unterschied. So können die Anwohner ihre Autos parken, die dann gleichzeitig nicht mehr auf der Straße im Weg stehen.

Die Bauarbeiten, das hat der Gemeinderat jetzt einstimmig beschlossen, übernimmt die Firma Leonhard Weiss aus Günzburg. Sie waren öffentlich ausgeschrieben, fünf Firmen hatten ein Angebot abgegeben. Das Unternehmen hat auch schon in der Memminger Wanne, im Flecken in Hohenmemmingen und im Hakenäckerweg in Sachsenhausen mitgearbeitet.

Die Gehwege werden beidseitig erneuert. Auch die Gehwege an den Einmündungsbereichen Am Saun und Sperberstraße gehören dazu. Der westliche Gehweg wird ab der Hausnummer 55 auf zwei Meter verbreitert. Die Ausnahme: Der östliche Gehweg wird ab der Hausnummer 64 zurückgebaut, weil er, so Schönberger, auf dieser Seite nie benutzt worden ist.

Radquerung wird belächelt

Für etwas Belustigung bei den Stadträten sorgte die geplante Querung für Radfahrer am Ortsende Richtung Hermaringen. Es wird an der rechten Seite eine Einbuchtung geben, in der Radfahrer halten müssen, ehe sie auf die andere Seite wechseln, wo der Radweg beginnt. „Normalerweise fährt man in die Mitte, gibt ein Handzeichen und biegt ab. Für die Radfahrer ist das lächerlich, oder?“, fragte Christine Mack (SPD). Das müsse aber sein: „Die Ausbuchtung ist eine Vorgabe für uns“, erwiderte Schönberger.

Das Baufenster für die Arbeiten habe man recht großzügig belassen. Je nach Auslastung der Firma werde damit erst im nächsten Jahr beginnen, Ende Mai könnte die Straße fertig sein.

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