AWO Integration und Gewaltprävention dank Kampfsport

Mit Kampfsport gelingt der Arbeiterwohlfahrt in Giengen Integration und Gewaltprävention. Das Foto zeigt eine Gruppe bei einer Demonstration am jüngsten Weltkindertag. Die Stadt wird die Awo auch 2016 finanziell unterstützen.
Mit Kampfsport gelingt der Arbeiterwohlfahrt in Giengen Integration und Gewaltprävention. Das Foto zeigt eine Gruppe bei einer Demonstration am jüngsten Weltkindertag. Die Stadt wird die Awo auch 2016 finanziell unterstützen. © Foto: Mathias Ostertag
Giengen / Marc Hosinner 23.09.2015
Integration und Gewaltprävention durch Kampfsport: Das ist das Ziel des Programms „Schlau und couragiert - Gewalt verliert“ der Arbeiterwohlfahrt. Auch 2016 will sich die Stadt finanziell an dieser Form der Jugendarbeit beteiligen. Zudem setzt man im Rat auf eine längerfristige Perspektive – auch im Hinblick auf die Integration von Flüchtlingen.

„Das Projekt hat sich mit seiner stetigen Arbeit als Glücksfall für uns erwiesen. Nicht nur generell für die Jugend in der Memminger Wanne, sondern auch durch das Wirken in der Friedensstraße und die Verbindung zur TSG Giengen wird ein gutes Angebot vorgehalten“, so Oberbürgermeister Gerrit Elser in der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses hinsichtlich von „Schlau und couragiert – Gewalt verliert“. „Das Programm kann uns auch im Hinblick auf die Integration, die wir bei den Flüchtlingen zu leisten haben, in die Zukunft tragen“, so das Stadtoberhaupt.

Darum geht's beim Vorhaben der Arbeiterwohlfahrt: Im Oktober 2011 hatte die Awo in den Räumen in der Friedenstraße begonnen, Jugendliche, vornehmlich aus dem Stadtteil Memminger Wanne, etwa in den Sportarten Sambo und Boxen zu unterrichten. Zudem wurde eine Band gegründet und eine Hip-Hop-Formation ins Leben gerufen. Etwa 150 Jugendliche werden dadurch erreicht.

Finanziell wurde diese Art der Jugendarbeit vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert. Allerdings war diese Unterstützung auf drei Jahre ausgelegt und lief Ende 2014 aus.

Bereits im Sommer 2014 hatte die Arbeiterwohlfahrt bei einer Veranstaltung in der Schranne eindrücklich vorgestellt, worauf das Projekt unter der Leitung von Eduard Marker abzielt. Der damals geäußerten Bitte um finanzielle Unterstützung kam der Gemeinderat für 2015 nach.

Mittlerweile hat sich nach Aussage der Awo das Projekt soweit etabliert und in das bestehende Netzwerk integriert, dass ein nachhaltiges Angebot geschaffen werden kann.

Nun stand zunächst die Förderung für 2016 auf der Tagesordnung: In der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses ging es um die Fortführung der finanziellen Beteiligung. Im Plenum herrschte Einmütigkeit, das Projekt weiter zu unterstützen. Knapp 10 000 Euro werden an die Arbeiterwohlfahrt für 2016 überwiesen – vorbehaltlich der Unterstützung des Landkreises in gleicher Höhe.

„Das Programm ist ausdrücklich zu begrüßen“, so Franz Heger (CDU). Was ihn allerdings störe, sei die Förderung, die nur auf ein Jahr begrenzt sei. Eine längerfristige Betrachtung wäre seiner Ansicht nach besser, seil sich die Awo dadurch noch besser und nachhaltiger in das vorhandene Netzwerk der Jugendarbeit einbinden könne. OB Elser meinte daraufhin, dass die Fortsetzung wichtig sei, dass jedoch die Koppelung an die Finanzierung des Landkreises zum einjährigen Rhythmus führe.

Gaby Streicher, Fraktionsvorsitzende der SPD, regte an, dass Projekt zusammen mit dem Landkreis auf Dauer zu etablieren. „Es wird gute Arbeit geleistet. Das Projekt der Awo ist dabei eine Säule von mehreren Angeboten für die Jugend“, so Streicher.

„Je nachhaltiger wir das betreiben, umso besser. Was geleistet wird, ist eine beispielhafte Integration in die Gesellschaft“, so Stefan Briel (CDU). Bernd Kluge drückte ebenfalls seine Zustimmung aus, mahnte jedoch noch mehr Vernetzung einzelner Angebote an. „Die Awo, die Kirchen, das haus der Jugend: Alle müssen an einen Tisch. Es soll nicht jeder sein eigenes Süppchen kochen“, so der SPD-Stadtrat, dem OB Elser zusicherte, dass dies auch so geplant sei.

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