Giengen Industriepark A7 hat deutlich weniger Schulden

Nicht zu übersehen sind die Bautätigkeiten im Industriepark: der begonnene Neubau von Pfeiffer und May in der Bildmitte, rechts daneben das schmale Hotel. Oben dominiert die große Kentner-Halle, daneben ist der Teddy-Kreisel erkennbar.
Nicht zu übersehen sind die Bautätigkeiten im Industriepark: der begonnene Neubau von Pfeiffer und May in der Bildmitte, rechts daneben das schmale Hotel. Oben dominiert die große Kentner-Halle, daneben ist der Teddy-Kreisel erkennbar. © Foto: Geyer Luftbild
Giengen / Von Dieter Reichl 05.07.2018
Bei der Verbandsversammlung wurde der aufgrund von Grundstücksverkäufen sehr solide Jahresabschluss 2017 vorgelegt. Der Rückzug des Bauunternehmens Fasso Bortolo wird bedauert.

Rege Bautätigkeit herrscht aktuell im Industriepark Giengen-Herbrechtingen an der Autobahn. Deutlich sichtbar ist vor allem der jüngst begonnene Neubau der Sanitärfirma Pfeiffer und May, für den vergangene Woche der erste Spatenstich erfolgte.

Dieses Projekt mit dem Verkauf eines über drei Hektar großen Grundstücks ist auch ein Grund dafür, dass bei der Verbandsversammlung im Giengener Rathaus vom kaufmännischen Geschäftsführer Thomas Diem ein sehr positiver vorläufiger Jahresabschluss 2017 vorgelegt werden konnte. (Vor der Beschlussfassung muss er noch geprüft werden).

Rücklage gestärkt

Im Wirtschaftsjahr 2017 wurde demnach bei Erträgen von knapp unter einer Million Euro und Aufwendungen von rund 210 000 Euro ein Gesamtergebnis in Höhe von 787 000 Euro erzielt. Das Geld wird der Rücklage des Verbands zugeführt. Herbrechtingens Bürgermeister Bernd Sipple, der die Sitzung leitete, sprach nicht zum ersten Mal von einer „Erfolgsgeschichte“ beim gemeinsamen Industriepark. 1997 sei man mit 37 Hektar an den Start gegangen, 8,5 Hektar oder 26 Prozent stünden noch zur Verfügung. Auch die Finanzlage erwähnte Sipple: 2009 habe die Verschuldung bei 9 Millionen Euro gelegen, bei Zinszahlungen von 420 000 Euro, jetzt liege sie bei 3,3 Millionen Euro und noch 25 000 Euro an Zinszahlungen.

In seinem Bericht zur allgemeinen Lage im Industriepark äußerte Diem nochmals das Bedauern darüber, dass die italienische Firma Fassa Bortolo ihr Interesse am Bau eines Mörtelwerks zurückgezogen habe. Vorgespräche mit einer anderen Firma für dieses Grundstück gebe es, sie seien aber noch nicht spruchreif. Dies gelte auch für andere Anfragen, die es immer wieder gebe. Aber: je weniger Flächen man zur Verfügung habe, umso schwieriger sei es, ein passgenaues Grundstück anbieten zu können. Rund 25 Prozent der Bauflächen seien noch frei.

Kräftig bauen würde die Firma Pfeiffer und May, auch der Hotelneubau eines Gebäudes mit 32 Zimmern schreite fort. Man könne bereits Zimmer buchen, die Firma sei also zuversichtlich, bis September fertig zu werden.

Aktualisierter Bebauungsplan

Ausgiebig diskutiert wurde in der Sitzung die Aufstellung eines geänderten Bebauungsplans, der an die jetzigen Gegebenheiten und erwartete Entwicklungen angepasst ist. Vorgestellt wurde er vom technischen Geschäftsführer Helmut Schönberger. Der alte Plan ist über 20 Jahre alt. Der neue weist weniger Straßenbau und eine verbesserte Ökopunktebilanz aus.

Die bauliche Nutzung habe sich nicht groß geändert, auch die Zulassungen seien gleich geblieben, so Schönberger. Lediglich die Festlegung der zulässigen Gebäudehöhe von 15 Metern habe man herausgenommen, man wolle objektabhängig entscheiden. Herbrechtingens Stadtrat Manfred Strauß gefiel dies nicht, sein Antrag zur Beibehaltung der Höhenbeschränkung fand allerdings keine Mehrheit. Beschlossen wurde der Ausbau der Ziegeleistraße (Bericht folgt). Nicht zuletzt gab es personelle Veränderungen: für die ausgeschiedenen Verbandsmitglieder Stefan Briel und Georg Mehrsteiner rücken Karin Häußler und Gabriela Fetzer nach. Die Protokolle der Versammlung unterzeichnet künftig Monika Albrecht-Groß.

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