Verkauf Industriepark A 7: Erhoffter Deal ist geplatzt

Der Zweckverband für den Industriepark an der Autobahn stand vor dem Verkauf der gesamten noch freien Fläche im Bühlfeld. Die Verhandlungen konnten jedoch nicht zum Abschluss gebracht werden. Nach dem geplatzten Geschäft soll nun zumindest der direkt an die bestehende Halle angrenzende Teil der freien Fläche mit 53 Quadratmetern nicht aufgesplittet werden.
Der Zweckverband für den Industriepark an der Autobahn stand vor dem Verkauf der gesamten noch freien Fläche im Bühlfeld. Die Verhandlungen konnten jedoch nicht zum Abschluss gebracht werden. Nach dem geplatzten Geschäft soll nun zumindest der direkt an die bestehende Halle angrenzende Teil der freien Fläche mit 53 Quadratmetern nicht aufgesplittet werden. © Foto: Geyer-Luftbild
Giengen / Marc Hosinner 04.06.2013
Aus einem vom Zweckverband angestrebten Verkauf von knapp zehn Hektar Grund im interkommunalen Industriepark an der Autobahn wurde nichts. Verhandlungen mit einem Investor aus der Möbelbranche konnten nicht zum Abschluss geführt werden.

Auf der Homepage des Zweckverbandes der beiden Städte Herbrechtingen und Giengen (www.industrieparka7.de) sind die noch freien Flächen im Industriepark zu erkennen. Wer jetzt einen Blick darauf wirft, sieht, dass im Bühlfeld nordwestlich der von Kentner gebauten Lagerhalle noch einige freien Flächen zum Verkauf stehen – insgesamt 97 000 Quadratmeter. Vor nicht allzulanger Zeit waren eben jene Flächen noch mit einer Kaufoption versehen.

Der Zweckverband stand davor, das gesamte noch freie Areal auf Giengener Seite des Industrieparks an den „Mann“ zu bringen. Daraus wird jetzt offenbar nichts. „Wir haben zwar noch keine endgültige schriftliche Absage, aber ich gehe stark davon aus, dass sich das Thema erledigt hat“, sagt der kaufmännische Geschäftsführer des Zweckverbandes, Thomas Diem.

Der Interessent sei aus der Logistikbranche gewesen und habe eine Lagerhalle bauen wollen, die mit weiteren Bauten den kompletten freien Raum im Bühlfeld in Anspruch genommen hätte. Die Branche wollte Diem nicht nennen, Unseren Informationen zufolge hat es sich beim Verhandlungspartner um einen Anbieter aus der Möbelbranche gehandelt.

Der Grund für das Scheitern? „Es wurde wohl ein anderer, aus deren Sicht besserer Standort gewählt. Der wahre Grund wird bei derlei geplatzten Verhandlungen oft nicht genannt“, so Diem.

Logistikhalle hatte auch Kritiker

Allzu großes Kopfzerbrechen bereitet der anvisierte Verkauf den Mitgliedern des Zweckverbandes offenbar nicht. „Es gibt Stimmen, die sagen, dass das gut ist, weil eine weitere Logistikhalle als Flächenfresser gesehen wird“, so der kaufmännische Geschäftsführer, der sich sicher ist, dass der Industriepark „eines Tages voll sein wird“. Die Nachfrage sei weiterhin da. Klar sei aber, dass die 54 000 Quadratmeter, die vom Zweckverband von der Firma Prologis wieder zurückgekauft wurden, nicht aufgesplittet werden sollen.

Eine weitere freie Fläche gibt es bekanntlich auch auf der anderen Seite der Bundesstraße auf der Ziegelei. Dort schien ein Neubau der Firma Kampa schon in trockenen Tüchern, ehe sich das Unternehmen dazu entschloss, das innovative Hochhaus in Waldhausen zu errichten. „Wir hatten hier auch Zuschüsse an Land gezogen und die Bedingungen geschaffen. Dass das dann an der Bodenbeschaffenheit scheitert, muss man einfach akzeptieren. Für uns schien das eine Kleinigkeit, für die Firma offenbar nicht. Damit muss man umgehen können“, sagt Diem, der damit weitere 3000 Quadratmeter im Angebot hat.

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