Kirche Heilig-Geist-Kirche: Sanierung fertig, Turm folgt

Mit dem neu gestalteten Eingangsbereich findet die 2012 begonnene Außensanierung der Heilig-Geist-Kirche in der Südstadt ihren Abschluss – der separat stehende Turm der Südstadtkirche folgt im kommenden Jahr.
Mit dem neu gestalteten Eingangsbereich findet die 2012 begonnene Außensanierung der Heilig-Geist-Kirche in der Südstadt ihren Abschluss – der separat stehende Turm der Südstadtkirche folgt im kommenden Jahr. © Foto: rei/Geyer-Luftbild
hz 20.06.2017
Über mehrere Jahre zog sich die Außensanierung des Gotteshauses in der Südstadt hin und wird jetzt mit dem neuen Eingangsbereich abgeschlossen. 2018 folgt der Turm.

Bereits 2912 begann die Sanierung der mittlerweile über 50 Jahre alten Heilig-Geist-Kirche in der Südstadt, in diesem Sommer findet die Außensanierung ihr Ende. Sichtbares Zeichen der Abschlussarbeiten ist die neue neue Treppe am Haupteingang einschließlich neuer Lampen.

Mit fünf Jahren Dauer ist es eine wahrhaft lange Geschichte geworden, die in die Jahre gekommene katholische Kirche wieder auf Vordermann zu bringen. Die gesamte Außenfassade mit Erneuerung der Koinkenfugen, der Putzwände und der Sanierung der Kunstglasfenster war nach über 50 Jahren fällig geworden.

Die Planung für die Sanierungsarbeiten erfolgte bereits 2008, begonnen wurde dann aber erst 2012, es ging damals an die Westfassade mit Fenstersanierung. Im zweiten bauabschnitt kam dann 2014 die Klinker-Südfassede dran, gemeinsam mit der Sanierung des großen Altarfensters. Ein großer Brocken war dann 2015 die riesige Klinkerwand der Nordfassade, 2016 die Ostseite und der Haupteingang.

Über 600 000 Euro Aufwand

Finanziell musste für die Arbeiten tief in die Tasche gegriffen werden. Wie Rudolf Boemer seitens des katholischen Kirchengemeinderats mitteilt, sind insgesamt rund 640 000 Euro verbaut worden. Ein Großteil der Finanzierung ist über die Zuweisung der Diösese aus dem Ausgleichsstock gesichert. Eigenmittel der Gemeinde sowie Zuschüsse Dritter komplettieren die geamtsumme bei den Einnahmen. „Und jetzt hat die Kirche einen bestand über Jahrzehnte hinaus“, so Boemer.

Und so geht der Blick seitens der Kirchengenmeinde nur ein paar meter weiter. Getrennt vom Kirchengebäude steht der markante, weithin sichtbare weiße Kirchturm. Auch dieser bereitet Sorgen und ist sanierungsbedürftig. Der Glockenturm, verbunden mit technischen Sanierungen, wartet auch bereits seit einem Jahrzehnt auf seine Erneuerung. Dieses Projekt soll 2018 angegangen werden, wobei jetzt bereits die Planungen und Antragsverfahren laufen.

Mit der Kirche wurde der aus Stahlbeton bestehende Turm 1962 erbaut und besitzt eine starke Stahlbewehrung. Die Beton-Außenschicht ist relativ dünn. Darauf liegt auch kein Verputz, sondern nur Farbe. Diese sind noch nicht so tief, es soll zur Schadensbhebung eine Verschlämmung der Außenwand und das Aufbringen frischer Farbe genügen. Dennoch: mit dem Aufbau eines Gerüsts und den notwendigen Arbeiten wird eine Sanierungssumme von vermutlich deutlich über 100 000 Euro fällig.

Damit nicht genug: eine Erneuerung des bislang auch aus Beton bestehenden Glockenstuhls in Eichenholz-Ausführung sowie der Schall-Läden ist gleichfalls vorgesehen. Auch hierfür sind geschätzte 70 000 Euro an Kosten einzuplanen.

Der Kirchturm der Heilig-Geist-Kirche wird im Übrigen nicht nur zum Läuten benötigt. Der Turm sei voll genutzt, berichtet Boemer. Im Inneren besitzt er verschiedene Zwischendecken, besteht also auch aus mehreren Stockwerken. Und diese dienen als Lagerräume für Werkzeuge und Gerätschaften der Kirchengemeinde. Eigens wurde zu diesem Zweck und zum Transport der Materialien zwischen den einzelnen Etagen ein Flaschenzug installiert.