Giengen Gutes Ende einer schwierigen Baustelle

Groß war das Interesse an der sanierten Bühlturnhalle. Architekt Uwe Kock (am Mikrophon) beschrieb die Bauzeit.
Groß war das Interesse an der sanierten Bühlturnhalle. Architekt Uwe Kock (am Mikrophon) beschrieb die Bauzeit. © Foto: Christian Thumm
Giengen / Von Dieter Reichl 20.06.2018
Nach 16 Monaten Bauzeit wurde die von Grund auf sanierte Bühlturnhalle gestern offiziell eingeweiht – trotz Problemen mit Baufirmen termingerecht und im vorgesehenen Kostenrahmen.

Die Bühlturnhalle in der Südstadt ist fertig gestellt - sowohl die Schüler wie auch die Vereine können dort wieder Sport treiben, zum Teil bereits seit Ende April. Bei der gestrigen offiziellen Einweihung des von Grund auf sanierten Gebäudes machten Oberbürgermeister Dieter Henle wie auch Architekt Uwe Kock durchblicken, dass die Baustelle im Verlauf der vergangenen 16 Monate alles andere als einfach war.

Rund 30 Firmen hatten im Verlauf dieser Zeit mit der Halle zu tun, die bis auf das Stahlbetonskelett rückgebaut wurde – nicht mit allen funktionierte die Zusammenarbeit reibungslos. Ärger gab's gleich zu Beginn mit dem Abbruchunternehmen und dem Trockenbauer, was zu Verzögerungen führte. Insgesamt, so OB Henle, sei die Generalsanierung der Halle „sportlich“ verlaufen. Das Ergebnis könne sich jetzt sehen lassen, sowohl architektonisch wie auch im Sinne der sportlichen Nutzung, da jetzt dort mehr Aktivitäten möglich seien als zuvor. Auch den Kostenrahmen habe man eingehalten. 3,7 Millionen Euro waren eingeplant, die Schlussrechnung liegt laut Architekt Kock wohl unter 3,6 Millionen. Henle sagte, ein angedachter Neubau wäre in jedem Fall teurer gewesen, somit sei 2015 die Entscheidung des Gemeinderats, statt dessen auf eine Generalsanierung der zu setzen, richtig und weitsichtig gewesen. Das Land habe kräftig mitfinanziert: 750 000 Euro flossen aus dem Ausgleichsstock und 226 000 Euro aus der Sportstättenförderung des Landes in das Projekt, hinzu kamen rund 25 000 Euro Bundesmittel für die LED-Beleuchtung.

Politische Ehrengäste (soweit sie wegen des Lkw-Unfalls auf der Autobahn nicht im Stau steckten) begrüßten die Investition in die neue Halle: SPD-Bundestagsabgeordnete Leni Breymaier, Grünen-Bundestagsabgeordnete Margit Stumpp und SPD-Landtagsabgeordneter Andreas Stoch, der sich daran erinnerte, wie er selbst als Kinde und Jugendlicher bei Fußball und Basketball in der Halle aktiv war, und der auch betonte, dass Sport und Bewegung unbedingt zur schulischen Bildung gehöre.

Lob für regionale Firmen

Architekt Uwe Kock sagte, er wolle nicht über die Ärgernisse und Frustrationen der Bauzeit aufgrund einiger unzuverlässiger Firmen reden. Großes Lob ging seinerseits an die regionalen Baufirmen, dank deren Einsatz Zeitrückstände wieder aufgeholt und letztlich terminlich eine Punktlandung erzielt werden konnte. Die Halle habe ihr Aussehen deutlich verändert. Auch die Lüftung sei neu, jede Umkleide besitze eine eigene Dusche, und per LED werde alles gut ausgeleuchtet.

Schulleiterin Nicole Arndt sagte, die Bühlschule sei eine von zwei Schulen im Kreis, die WSB-zertifiziert sei (also mit Sportschwerpunkt), und so sei die Halle ein wichtiger Baustein für den Ganztages- und Grundschulbereich. Reibungslos geklappt habe die Verlagerung des Sportunterrichts. Diesen nämlich habe man keinesfalls ausfallen lassen wollen.

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