Giengen Großhändler Pfeiffer und May investiert zwölf Millionen Euro

Giengen / Marc Hosinner 28.06.2018
Das Sanitär-Unternehmen Pfeiffer und May investiert in eine Lagerhalle zwölf Millionen Euro. Eine Absage gab es dagegen von der Firma Fassa Bortolo. Das Mörtelwerk wird nicht gebaut.

Ein sogenannter erster Spatenstich hat meist nur symbolischen Charakter – so auch jetzt im interkommunalen Industriepark an der Autobahn. Dort schritten Vertreter des badischen Traditionsunternehmens, des Sanitärgroßhändlers Pfeiffer und May und Gäste mit Spaten zur Tat, während wenige Meter entfernt auf der Fläche im Bühlfeld – unterhalb der Kentner-Halle – schon kräftig gebaut wurde.

Etwa ein Jahr ist seit dem Kauf der Fläche mit einer Größe von 32 000 Quadratmetern schon vergangen. Die planerischen Vorbereitungen sind längst abgeschlossen und auch die umfangreichen Vorarbeiten sind erledigt. Die waren allerdings nicht unerheblich: Wegen der Hanglage mussten gewaltige Mengen Erde bewegt werden, um fünf Meter Höhenunterschied auszugleichen.

„Wir investieren hier in den ersten Bauabschnitt zwölf Millionen Euro“, so Stefan Maurer, Geschäftsführer der Niederlassung in Aalen. Auf 4300 Quadratmetern wird eine Großlager entstehen, in dem bis zu 20 000 Artikel Platz finden sollen. Zudem wird nebenan eine Kranhalle errichtet. Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Der neue Logistik-Umschlagplatz liege ideal zwischen den Standorten in Ulm und Aalen. „Wir schaffen hier zunächst 30 Arbeitsplätze“, so Maurer.

Erweiterung der Halle möglich

Sollte sich das Unternehmen weiter positiv entwickeln, sei vorgesehen, die Lagerhalle zu erweitern – auf einer Fläche von 3200 Quadratmetern. „Die Haustechnik ist eine spannende und innovative Branche“, sagte Maurer. Möglich sei, dass im Bühlfeld auch Flächen für eine Sanitär-Ausstellung geschaffen werden.

In unmittelbarer Nachbarschaft zum Lager des Sanitär-Großhändlers hatte die italienische Firma Fassa Bortolo ein Auge auf gut 22 000 Quadratmeter geworfen. Für den Bau eines Trockenmörtelwerks samt Lager und Verwaltung hatte der Zweckverband der beiden Städte Giengen und Herbrechtingen schon einen Kaufvertrag entworfen. Die Realisierung des Vorhabens hätte eine Investition von 20 Millionen Euro zur Folge gehabt, bis zu 50 Arbeitsplätze hätten entstehen können.

Italiener bauen in der Schweiz

Zum Kauf und der Ausführung der Pläne kommt es, wie der technische Leiter des Zweckverbandes, Helmut Schönberger, erklärt, jedoch nicht. Dem italienischen Unternehmen wurde zunächst eine dreijährige Option auf das Gelände im Bühlfeld eingeräumt. Von dieser werden die Italiener aber keinen Gebrauch machen. Das Mörtelwerk wird an anderer Stelle entstehen – an einem Standort in der Schweiz.

Mit dem Bau des Mörtelwerks wäre der Industriepark an der Autobahn – 20 Jahre nach dem Start – so gut wie voll gewesen. „Speziell für das Gelände gibt es zwar derzeit keine Bewerber. Generelle Anfragen nach Grundstücken liegen aber vor. Beim Zweckverband werden derzeit die Weichen auf Erweiterung – auf Giengener Markung – gestellt. Die Planung und der Erwerb weiterer Grundstücke stehen auf der Agenda.

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