Giengen Mehr Ja-Sager in Giengen - weniger Babys

Getraut haben sich in Giengen 2018 gleich 85 Paare.
Getraut haben sich in Giengen 2018 gleich 85 Paare. © Foto: adobe.stoch.com/Fabio Bergamasco
Giengen / Marc Hosinner 09.01.2019
Im vergangenen Jahr gaben sich in Giengen mit 85 Paaren deutlich mehr das Ja-Wort als zuletzt. Die Zahl der Geburten ging dagegen im Vergleich zum Giengener Baby-Boom-Jahr 2017 leicht zurück.

Ja, ich will: Diese drei Worte waren im Giengener Rathaus – zumindest im Standesamt – im vergangenen Jahr häufiger zu vernehmen. Getraut wurden 85 Paare. Eine Ehe wurde zwischen einem gleichgeschlechtlichen Paar (zwei Frauen) geschlossen.

In der Betrachtung der Zahlen bei den Trauungen in den Jahren vor 2018 könnte man fast davon ausgehen, dass es zuletzt zu einer neuen Lust am Ringetausch gekommen ist: 2017 traten 75 Paare vor den Standesbeamten, 2016 waren's lediglich 56. „2018 war schon ein gutes Jahr in Bezug auf Trauungen“, sagt Heidrun Eutinger vom Giengener Ordnungsamt. Wie sie berichtet, seien auch die besonderen Trau-Orte von den Paaren angenommen worden.

Beim Alter derer, die zur Trauung bereit waren, gab es allerdings 2018 in Giengen keine großen Ausreißer: Die jüngste Braut war bei der Eheschließung 21 Jahre alt, der jüngste Bräutigam ebenfalls 21. Der älteste Bräutigam war 76 und die älteste Braut 74 Jahre alt.

26 Ehen geschieden

In Grenzen hielt sich auch die Zahl der Scheidungen: Von den in der Vergangenheit in Giengen geschlossenen Ehen wurden im vergangenen Jahr 26 geschieden. Das waren zehn mehr als noch 2017, aber nur eine mehr als 2016. Im Vergleich zu 2008 sind das eher geringe Zahlen: Damals lösten 106 Paare ihre Ehe per Scheidung auf.

Immer noch auf relativ gutem Niveau befindet sich die Anzahl der Geburten: 2017 kamen 165 Neu-Giengener zur Welt – wobei darunter keine Hausgeburt verzeichnet ist. Das sind weniger als 2017, als mit 189 Neugeborenen Giengenern ein Spitzenwert aufgestellt wurde. Nur 2002 hatten noch mehr Babys mit erstem Wohnort Giengen das Licht der Welt erblickt. Die 165 Giengener Kinder, die 2017 zur Welt kamen, sind aber mehr als 2016 (160 Neugeborene).

Beliebt: Amelie und Daniel

Für all die Kleinen galt es natürlich, Namen zu finden: Am Häufigsten vergeben wurden bei den Mädchen die Namen Amelie, Jule, Laura und Liana und bei den Jungen Daniel, Elias und Noah.

Wohl eher selten und nicht ganz alltäglich sind dagegen die Namen Alesta, Damyana-Mira, Pola oder Sukai für Giengener Mädels und Giosuè, Malino, Peihman und Tian für die Knaben. Vermerkt sind in der Statistik des Standesamts auch die Kirchenaustritte. Während in den Nachbargemeinden Herbrechtingen und Heidenheim diese 2018 im Vergleich zu 2017 deutlich angestiegen waren, ist die Zahl derer, die der evangelischen Kirchengemeinde im vergangenen Jahr den Rücken gekehrt haben, sogar gesunken – von 55 auf 47. Die Kirchenaustritte bei den Katholiken haben sich gegenüber 2017 allerdings etwas erhöht – von 47 auf 53.

Bleiben noch die Sterbefälle, die das Standesamt fürs vergangene Jahr vermerkt hat: 2018 verstarben 212 Giengener – und damit drei weniger als 2017.

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