Schäden Gasnetz: In Giengen wird nach Lecks gesucht

Mit einem Gasspürgerät werden derzeit die Erdgasleitungen entlang den Straßen auf Gaslecks überprüft. Stadtwerke-Mitarbeiter Wolfgang Ruf (links) und Robert Liechti, Mitarbeiter einer Spezialfirma, sind derzeit in Giengen und den Teilorten unterwegs.
Mit einem Gasspürgerät werden derzeit die Erdgasleitungen entlang den Straßen auf Gaslecks überprüft. Stadtwerke-Mitarbeiter Wolfgang Ruf (links) und Robert Liechti, Mitarbeiter einer Spezialfirma, sind derzeit in Giengen und den Teilorten unterwegs. © Foto: Lisa Grässle
Lisa Grässle 06.06.2013
In Zusammenarbeit mit einer Spezialfirma suchen Mitarbeiter der Stadtwerke seit Donnerstag nach Lecks in Gasleitungen. Die Männer sind noch mehrere Tage mit einem Gasspürgerät unterwegs, um die Netze zu überprüfen.

Viele Gasleitungen in Giengen sind schon sehr alt. Erst kürzlich mussten in der Magenaustraße Leitungen erneuert werden, weil mehrere Schäden aufgetreten waren. „Diese Leitungen waren aus dem Jahr 1965“, sagt Christof Gaugler, Technischer Leiter der Stadtwerke Giengen.

Um Schäden zu vermeiden, beziehungsweise um sie frühzeitig zu erkennen, werden jetzt wieder im gesamten Giengener Stadtgebiet sowie in den Teilorten die Gasleitungen auf Lecks untersucht.

Die Stadtwerke holten sich dazu Unterstützung: eine Fachfirma aus dem Breisgau, die mit einem elektronischen Gasspürgerät ausgestattet ist. „Das Gerät saugt ähnlich wie ein Staubsauer dauerhaft Bodenluft an. Sollte aus einer Leitung Gas austreten, piept das Gerät“, erklärt Gaugler. Ein Arbeiter der Spezialfirma geht mit diesem Gasspürgerät gemeinsam mit einem Arbeiter der Stadtwerke das Gasnetz ab. „Die Männer legen an diesen Tagen schon mal 20 bis 25 Kilometer zurück“, sagt Gaugler. Dabei kann es durchaus auch vorkommen, dass die Arbeiter auf ein Privatgrundstück müssen, um die Leitungen zu überprüfen. „Zum Glück ist es jetzt trocken, denn das Gerät kann Gas bei Nässe nicht aufspüren“, erklärt Gaugler.

Und was, wenn tatsächlich ein Leck aufgespürt wird? Gaugler sagt, dass in den vergangenen Jahren an den Hochdruckleitungen noch nie ein Leck entdeckt worden sei. An den Niederdruckleitungen sei es allerdings schon mal vorgekommen. „Kein Wunder, die meisten Gasleitungen in Giengen sind noch aus Stahl und alt und rosten sogar schon teilweise“, sagt Gaugler.

„Wenn es ein Leck gibt, handeln wir sofort, meistens noch am selben Tag, um den Schaden zu beheben“, so Gaugler. „Außerdem werden alle Stahlleitungen, die ausgetauscht werden, durch Kunststoffleitungen ersetzt. Das ist natürlich besser, da diese nicht mehr rosten können“, fügt er hinzu. Übrigens: Die Gasleitungen werden regelmäßig kontrolliert. Die Hochdruckleitungen jedes Jahr, die Niederdruckleitungen alle vier Jahre.