Show Gala in Giengen: 100 Turner für zwei gute Zwecke

Giengen / Dieter Reichl 28.11.2016
Zugunsten von zwei inklusiven Einrichtungen veranstaltete der Turngau Ostwürttemberg eine schwungvolle Gala mit mehr als 100 Teilnehmern in der Walter-Schmid-Halle.

Zunächst einmal, bevor es dann schwungvoll los ging mit der Benefizgala des Turngaus, musste auf der Bühne von Absagen und Ausfällen berichtet werden am frühen Samstagabend auf der Bühne der Walter-Schmid-Halle. Der Moderator erkrankt, OB Gerrit Elser als Schirmherr erkrankt und auch die sicherlich von einigen Zuschauern gern erwartete Sängerin Jenifer Brening konnte wegen einer Migräne-Attacke nicht auftreten.

Dies aber waren die einzigen bedauerlichen Nachrichten an einem ansonsten sehr schwungvollen, sportlichen und farbenprächtigen Abend, der zwei inklusiven Einrichtungen zugute kam, nämlich der Aufklärungs- und Beratungsstelle zur Förderung von Inklusion des Landkreises Heidenheim sowie der Stiftung Haus Lindenhof.

Darauf verwies in seinem Grußwort seitens der Stadt Kulturamtsleiter Andreas Salemi. Und so war es laut den Ersatz-Moderatoren Karlheinz Rößler und Sandra Schwarz nur passend, dass der erste und längste Auftritt einer integrativen Gruppe zustand, die es bereits gab, so ihr Leiter Werner Kopeczki, als das Wort Integration noch gar niemand kannte: die Schlagwerker nämlich, ein seit neun Jahren bestehendes Musikprojekt mit behinderten Menschen, die schwungvoll 20 Minuten lang hören ließen, welchen Spaß sie an Musik haben. Anschließend ging es dann ganz und gar sportlich zur Sache, was bei so manchem Zuschauer sicherlich Verblüffung hervorrief, wie der menschliche Körper doch biegsam sein kann.

Es folgte ein bunter Reigen sehenswerter gymnastisch-akrobatischer Vorstellungen mit knapp einem Dutzend Gruppen aus dem gesamten Turngau Ostwürttemberg. Mit Bällen, auf dem Schwebebalken, am Reck, auf dem Boden – mit jeweils passender Musik zeigten mehr als 100 zumeist jugendliche Sportler ihr turnerisches Können. Vereine aus dem gesamten Turngau durften zeigen, was sie können – zumeist war es der Nachwuchs, der sich auf der Bühne vor den gut 200 Zuschauern präsentieren durfte, aber auch die reifere Jugend hatte ihren Auftritt. Die Gruppen kamen von außerhalb des Landkreises, aus Neuler, aus Lautern, aus Hüttlingen, dann aber auch war der Landkreis Heidenheim stark besetzt mit Sportlern aus Niederstotzingen, Giengen, Bolheim und Heidenheim. Tanz, Turnen, mit Bällen oder Regenschirmen als Accessoires, Solodarbietungen ebenso wie Gruppenaufführungen - Langeweile kam keine auf bei dieser bereits vierten Gala, die der Turngau organisierte. Und so war auch der Ausfall der Pophoffnung Jenifer Brening sicherlich zu verkraften.

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