Bücher Frederick-Tage sollen große und kleine Leser locken

Sind im Rahmen der Frederick-Tage zu Gast in Giengen (im Uhrzeigersinn von links oben): Suzan Smadi, Burkhard Engel, Wolfgang Burger und Nikolaus Kolleth.
Sind im Rahmen der Frederick-Tage zu Gast in Giengen (im Uhrzeigersinn von links oben): Suzan Smadi, Burkhard Engel, Wolfgang Burger und Nikolaus Kolleth. © Foto: Fotos: Stadtbibliothek
Marc Hosinner 21.09.2015
Leseförderung und Literaturvermittlung: Das sind zwei der Ziele, die durch die Frederick-Tage erreicht werden sollen. Das Team um Diplom-Bibliothekarin Daniela Galter hat für den Herbst ein ansprechendes Programm zusammengestellt – und das längst nicht nur für kleine Bücherwürmer.

„Alle freuen sich schon auf die Frederick-Tage“, sagt die Leiterin der Stadtbibliothek Giengen, Daniela Galter. Mit dem Ziel, bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Lust am Lesen zu steigern, wurde der sogenannte Frederick-Tag 1997 initiiert. Das Land Baden-Württemberg wirbt seither jährlich in der Zeit vor und nach dem 20. Oktober mit dem Frederick Tag für eine aktive Leseförderung, für eine verbesserte Lesekompetenz sowie für den Umgang mit der Literatur. Seinen Namen hat der Frederick-Tag in Anlehnung an das bekannte Kinderbuch „Frederick“, in dem die Maus Frederick statt Vorräte für den Winter Wörter, Farben und Sonnenstrahlen sammelt.

Im Zeichen der Maus ist auch die Stadtbibliothek Giengen seit vielen Jahren unterwegs – und aus einem Tag sind längst mehrere Wochen Literatur-Programm geworden. „Oft wird angenommen, dass sich die Frederick-Tage nur an Kinder richten. Das stimmt aber nicht. Mit dem Programm bieten wir auch etwas für Jugendliche und Erwachsene“, sagt Galter, die von einem „nachhaltigen Prozess“ in Bezug auf die Frederick-Tage spricht. Über die Jahre hinweg seien gute Kooperationen entstanden.

Los geht's im Zeichen der Maus in Giengen am Dienstag, 13. Oktober, mit einer Autorenlesung für Kinder ab zwölf Jahren in Kooperation mit der Bühlschule: In Judith Le Hurays Roman „... und jetzt sehen mich alle an“ geht es um die Gefahren sozialer Netzwerke.

Am Montag, 19. Oktober sagt die Bibliotehek „Danke“ an Lesepaten, Aktive im Förderkreis Lesenetz und Fördervereinsmitglieder: Ein öffentliches Fest in Kooperation mit der Agendagruppe Netzwerk Verständigung findet ab 18 Uhr in der Schranne seinen Platz. Anlass ist das zehnjährige Bestehen des Lesenetzes in Giengen. Unter den Gratulanten ist das Cantanton Theater mit Dr. Burkhard Engel, der einen „Abend der komischen Lyrik, Lieder und Verse von Ringelnatz und Morgenstern“ verspricht.

In Kooperation mit der Robert-Bosch-Realschule kommt am 20. Oktober um 10 Uhr Märchenerzähler Nikolaus Kolleth in die Stadtbibliothek, tags drauf macht das Bilderbuchkino mit „Käpt'n Sharky und das Seeungeheuer von 15 bis 16 Uhr Station in der Grabenschule.

Die Buchhandlung Kalis ist Ort der nächsten Frederick-Veranstaltung: Am Donnerstag, 22. Oktober, tritt Wolfgang Burger ab 19 Uhr bei der Autorenlesung für Erwachsene auf und liest aus seinem Kriminalroman „Tödliche Geliebte“, in dem Kripochef Alexander Gerlach ermittelt. Burger ist bekannt für seine humorvollen Krimilesungen, die stets auch Werkstattgespräch sind.

Nächster Handlungsort des Frederick-Programms ist am Freitag, 23. Oktober, um 10 und 15 Uhr das Haus der Jugend in der Spitalstraße: Suzan Smadi von der Hör- und Schaubühne spielt unter dem Titel „Kopfüber - Kopfunter“ ein sogenanntes Handtaschenmusical frei nach Mary Poppins.

Bibliothek goes online: Mit einer Einführung in das digitale und virtuelle Angebot findet das Programm am Samstag. 23. Oktober, von 10 bis 12 Uhr seinen Abschluss. Spiel und Spaß für die ganze Familie sollen dabei im Vordergrund stehen.

Info Anmeldungen und weitere Informationen zu den Veranstaltungen bei der Stadtbibliothek unter Tel. 07322.5345.