Feuerwehr in Giengen braucht neue Einsatzfahrzeuge

Die Beschaffung neuer Fahrzeuge für Giengen und die Teilorte steht bei der Feuerwehr in den nächsten Jahren verstärkt auf der Agenda.
Die Beschaffung neuer Fahrzeuge für Giengen und die Teilorte steht bei der Feuerwehr in den nächsten Jahren verstärkt auf der Agenda. © Foto: Foto: Archiv/rei
Marc Hosinner 26.03.2012
Nicht wenige Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr in Giengen und den Teilorten haben die besten Jahre hinter sich. Neuanschaffungen sind daher unvermeidlich, aber teuer.

In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats erläuterte Hauptkommandant Hans-Frieder Eberhardt anhand eines Fahrzeugbeschaffungskonzeptes, wie es um den Zustand des Fuhrparks bestellt ist: Über insgesamt 15 Fahrzeuge, davon neun Großfahrzeuge, verfügen die einzelnen Abteilungen in Giengen und den Teilorten. Fünf davon haben mindestens 20 Jahre Dienst auf dem „Buckel“ und müssen mittelfristig ersetzt werden.

Für das Jahr 2013 stehe beispielweise die Neuanschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs ebenso an wie der Erwerb eines Rüstwagens und der Kauf einer automatischen Drehleiter mit Korb. 2014 soll dann Ersatz geschaffen werden für einen Mannschafstransportwagen und einen Gerätewagen. 2015 schließlich steht ein weiterer Mannschaftswagen auf der Liste der Neuanschaffungen. In der Summe belaufen sich die Ausgaben bis dahin auf etwa 1,6 Millionen Euro. „Dann sind alle Fahrzeuge jünger als 20 Jahre und wir wären auf einem guten Weg“, so Eberhardt.

Ausgaben werden auf die Stadt aber auch im Hinblick auf die Gerätehäuser zukommen: Wie Eberhardt erklärte, müssten die Häuser in einen Zustand versetzt werden, der es den Einsatzkräften erlaube, ohne Eigengefährdung in den Einsatz gehen zu können. Zudem müsste die Verfügbarkeit von Toiletten und Duschen für beide Geschlechter gegeben sein.

Die Erweiterung und Sanierung des Gerätehauses Giengen wird mit einer Investitionssumme von 700 000 Euro bis 1 Million Euro veranschlagt. Sie soll für die Jahre 2014 und 2015 Aufnahme in den Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Gebäudemanagement finden. Abgeschlossen sein soll die Sanierung dann bis Ende 2015.

Im Falle des Geräthauses Hohenmemmingen wurden zwei Möglichkeiten aufgezeigt: Die Erweiterung und Sanierung des bestehenden Gebäudes zur Aufnahme der Abteilungen Hohenmemmingen und Sachsenhausen bis Ende 2017, was Kosten von bis zu 1 Million Euro bedeuten würde. Oder aber der Neubau eines Gerätehauses für Hohenmemmingen und Sachsenhausen an der Sachsenhausener Straße mit vier Fahrzeugboxen, praxisgerechten Schulungs- und Sozialräumen sowie ausreichender Lagerkapazität. Fertig gestellt sein sollte dieser Bau ebenfalls bis Ende 2017. Die Kosten würden sich ersten Einschätzungen zufolge auf etwa 1,5 Millionen Euro belaufen.

„Wir haben sicherlich Handlungsbedarf beim Fuhrpark. Dazu gehört auch, die Gerätehäuser zu modernisieren“, so Stadtrat Jens Pfrommer (Unabhängige/Grüne), der wissen wollte, ob es für die Infrastrukturvorhaben Zuschüsse gebe. Das wurde von Hauptkommandant Eberhardt bejaht.

„Für zwei bis drei Jahre haben wir eine große finanzielle Kraftanstrengung zu leisten, dann kommen wir wieder in ruhigeres Fahrwasser“, sagte Gaby Streicher (SPD). Die Fraktionsvorsitzende regte an, den Gemeinderat, zumal es um große Summen gehe, besser mit der Feuerwehrführung zu vernetzen, etwa durch einen Vertreter im Ausschuss. Oberbürgermeister Gerrit Elser meinte, er könne sich das gut vorstellen. Wichtig sei, jetzt die Impulse für die Zukunftsfähigkeit der Feuerwehr zu setzen.