Rathausplatz Neuer Rathausplatz: Entscheidung noch 2018, Bau erst 2019

Wie soll der Rathausplatz gestaltet werden? Im März wird sich der Gemeinderat für einen Entwurf entscheiden. Die Umsetzung der Pläne soll 2019 erfolgen.
Wie soll der Rathausplatz gestaltet werden? Im März wird sich der Gemeinderat für einen Entwurf entscheiden. Die Umsetzung der Pläne soll 2019 erfolgen. © Foto: Christian Thumm
Marc Hosinner 05.01.2018
Die Umgestaltung des Rathausplatzes wird auf das kommende Jahr verschoben. Die Frage, wie der Bereich künftig aussehen soll, wird aber noch im ersten Quartal 2018 beantwortet.

Alles aus einem Guss und mit harmonischem Erscheinungsbild: So soll sich der Platz vor dem Rathaus nach der Umgestaltung präsentieren. Und: der Platz soll bestenfalls auf das Umfeld ausstrahlen.

Wie der neue gestaltete Bereich ganz real aussieht, wird man erst im kommenden Jahr wissen. Der Gemeinderat hat beschlossen, die Umgestaltung erst 2019 anzugehen. Zur Erinnerung: Ursprünglich war geplant gewesen, das Erscheinungsbild des zentralen Platzes vor dem Rathaus schon 2017 zu verändern. Das 150-jährige Bestehen des Gewerbe- und Handelsvereins und dessen Jubiläumsfeierlichkeiten sollten jedoch nicht durch Baustellen behindert werden, weswegen die Ausführung auf 2018 verschoben wurde.

Zeitplan nicht eingehalten

Im Sommer 2017 hatte man sich – noch unter der Regie von Oberbürgermeister Gerrit Elser – für die Beauftragung von Planungsbüros ausgesprochen und wollte noch im selben Jahr über Ergebnisse reden. Dieser Zeitplan wurde aber nicht gehalten.

„Die Entscheidung über die Gestaltung des soll im ersten Quartal des Jahres erfolgen“, sagt Oberbürgermeister Dieter Henle. Derzeit laufe die Mehrfachbeauftragung von Fachbüros. Es ist vorgesehen, dass vier Büros ihre Vorschläge sowohl einer Fachjury als auch der Öffentlichkeit präsentieren: Am 19. Januar erfolgt die Beurteilung durch das Auswahlgremium – besetzt mit OB Henle, dem Architekten und Stadtplaner Wolfgang Sanwald, Wolf-Michael Meyer und Günther Ingold (beide städtisches Bauamt), Kulturamtsleiter Andreas Salemi sowie Alexander Fuchs (Leiter städtisches Tiefbauamt). Im Februar soll es zur Information der Bürgerschaft, des Gemeinderats und des Gewerbe- und Handelsvereins eine Ausstellung geben (vermutlich in der Schranne). In seiner Sitzung im März soll sich schließlich der Gemeinderat auf einen Entwurf festlegen.

„In die Entscheidung einbezogen werden die Ergebnisse der Bürger-Workshops zur Innenstadt sowie Anregungen durch den Ausschuss für Seniorenangelegenheiten“, sagt der Rathauschef.

Die Entwurfsplanung ist dann für die Monate April bis Juni vorgesehen. Auch der Baubeschluss ist noch für die Zeit vor der Sommerpause terminiert. Gebaut werden soll aber erst im kommenden Jahr. Henle spricht in diesem Zusammenhang von einem „schädlichen Zeitdruck“. Insbesondere ein Zeitpunkt der Ausschreibung im Sommer lasse ungünstige Ergebnisse erwarten. Ausgeschrieben werden soll das Vorhaben im November 2018, die Vergabe soll im Januar 2019 erfolgen. Baubeginn wäre dann im März desselben Jahres. „Es ist auch mit der Verschiebung ein ambitionierter Zeitplan“, so der Oberbürgermeister.

Was den finanziellen Rahmen betreffe, sei bereits Vorarbeit geleistet worden. Es lasse sich, so Henle, bei den Behörden, die das Vorhaben genehmigen müssen, dokumentieren, dass die Stadt Giengen in der Lage sei, die Finanzierung „nachhaltig darzustellen“.

Zunächst die Seitenbereiche

Im laufenden Jahr will man nach der Verschiebung der Platz-Umgestaltung auf 2019 aber nicht untätig bleiben: Etwa ab Juli sollen die Seitenbereiche der Fußgängerzone und der unteren Marktstraße neu gestaltet werden. „Dabei lassen sich ausstrahlende Gestaltungsideen aus der dann beschlossenen neuen Rathausplatz-Gestaltung, etwa im Hinblick auf Material und Mobiliar, einbeziehen. Ein harmonisches Bild ist gesichert“, so der Oberbürgermeister. Das Weihnachtsgeschäft solle durch die Arbeiten nicht beeinträchtigt werden.