Giengen Hohenmemmingen: Altes Rathaus wird zum Treffpunkt

Das alte Rathaus soll künftig als Dorfgemeinschaftshaus den Vereinen und der Kirche zur Verfügung gestellt werden.
Das alte Rathaus soll künftig als Dorfgemeinschaftshaus den Vereinen und der Kirche zur Verfügung gestellt werden. © Foto: Privat
Giengen / HZ 20.06.2018
Das Gebäude soll künftig der Mittelpunkt für die Vereine und die Kirchengemeinde werden.

Das alte Rathaus an der Hauptstraße soll künftig als Haus der Dorfgemeinschaft genutzt und damit zum Treffpunkt der Vereine und der Kirchengemeinde werden.

In den vergangenen 20 Monaten beherbergte das alte Rathaus die Hohenmemminger Grundschüler, die aufgrund der Sanierungsarbeiten am Grundschulgebäude dort unterrichtet wurden.

Schon seit langem wünschen sich die Bürger, dass das unter Denkmalschutz stehende Gebäude an der Hauptstraße der gesamten Dorfgemeinschaft zur Verfügung steht. Seitens der Stadt hatte man in der Vergangenheit allerdings bereits über den Verkauf des alten Rathaus nachgedacht, denn der Kostenvoranschlag für die Sanierung zum Dorfgemeinschaftshaus in Höhe von 900 000 Euro sei zu teuer gewesen.

Jetzt sollen die Hohenmemminger aber doch die Gelegenheit erhalten, zur Gestaltung ihres Dorflebens im alten Rathaus zusammen zu kommen. Oberbürgermeister Dieter Henle lud darum die Vereinsvorsitzenden sowie Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde ein, um gemeinsam zu besprechen, was dafür gewünscht und benötigt wird. Zur Sprache kamen dabei auch weitere Räumlichkeiten im Feuerwehrmagazin an der Sachsenhausener Straße, die bei Bedarf und in Absprache mit der Feuerwehr genutzt werden können.

Vereine wollen anpacken

Sportverein, Gesangverein, Landfrauen, Landjugend, Obst- und Gartenbauverein, Goißlschnalzer und evangelische Kirchengemeinde hatten sich gut vorbereitet und so war rasch geklärt, dass im jährlichen Wechsel aus einem der Vereine ein Koordinator bestimmt werden soll, der sich um die Belegung der Räumlichkeiten kümmern wird.

Außerdem einigte man sich auf den Einbau einer kleinen Küche im Erdgeschoss, der Installation einiger Schränke und beschloss zudem Abdichtungs- und Isolierungsarbeiten. Die Vereine waren sich einig, dass man selbst Hand anlegen werde, um künftig alles in Schuss zu halten.

OB Henle und Franz Becker vom Gebäudemanagement der Stadt versprachen zudem, dass es bei Bedarf auch Unterstützung seitens der Stadt geben werde. Künftig werden die kirchlichen Gruppen wie die Konfirmanden, Senioren und Jugendgruppen im Erdgeschoss zusammenkommen, was einen barrierefreieren Zugang zu den Veranstaltungen ermöglichen soll.

Lediglich für die Kinderbibelwoche habe die Kirche Bedarf an den Räumen in den oberen Stockwerken, merkte Pfarrer Johannes Weißenstein an. Ansonsten freue man sich auf das Zusammenrücken und Miteinander der Vereine unter einem Dach.

Bei einer Besichtigung des Feuerwehrmagazins machte Oberbürgermeister Dieter Henle ebenfalls Nägel mit Köpfen: Die Goißlschnalzer und die Landjugend können in Zukunft dort unterkommen.

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