Giengen Der DJ und sein Traum vom Auflegen

Für DJ Kevin Schrötter aus Giengen gibt es nicht Besseres, als auf der Bühne zu stehen.
Für DJ Kevin Schrötter aus Giengen gibt es nicht Besseres, als auf der Bühne zu stehen. © Foto: Privat
Giengen / Kathrin Schuler 09.06.2018
Bereits mit 14 Jahren fing Kevin Schrötter an, am Mischpult zu stehen. Heute hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und legt bei Festivals und in Clubs in ganz Deutschland auf.

Den Traum vom Auflegen hat er schon lange: Schon mit 14 Jahren fing Kevin Schrötter an, am ersten eigenen Mischpult Lieder zu bearbeiten und zu kreieren. „Ich wollte schon immer mit meiner Musik auf die große Bühne“, sagt Schrötter, der den Beruf des Metallbauers gelernt hat.

Kein Ziel, das einfach zu erreichen ist. Doch Schrötter blieb dran, machte sein Hobby zum Beruf – und seit knapp einem Jahr geht es mit seiner Karriere in der Musik-Branche steil bergauf, wie er selbst sagt. Als DJ Caox legt er mittlerweile deutschlandweit auf Festivals und in den angesagten Clubs auf.

Was für Musik er macht? „EDM,“ sagt der Discjockey – sprich elektronische Tanzmusik. „Aber ich lege bei Auftritten auch einfach das auf, wozu die Leute gerne tanzen“, sagt Schrötter. Da greife er nämlich gerne mal ganz tief in die Kiste, holt auch ältere Songs in die EDM-Szene und mischt die unterschiedlichsten Musikrichtungen. Etwas zu haben, das ihn als DJ besonders macht, sei in der Branche entscheidend.

Bis vor einigen Monaten war Schrötter als Duo zusammen Axel Sonnenfroh im Dienste der Musik unterwegs, jetzt geht er eigene Wege und seine Solokarriere einen Sprung nach vorn: „Ein Club in Heidenheim hat mir einen Vertrag als Haus-DJ angeboten“, erzählt der 27-Jährige. Der Posten eines sogenannten Resident-DJs kommt quasi einer Festanstellung gleich: Statt für jeden Auftritt einzeln gebucht zu werden, legt Schrötter nun bei den Veranstaltungen regelmäßig auf. Seither sei es für ihn steil nach oben gegangen: Eins habe zum anderen geführt und es seien immer mehr Buchungsanfragen von bekannten Festivals und Clubs eingegangen.

In ganz Deutschland unterwegs

Erst im Mai hatte er Acts in einem Club in Stuttgart, im April legte er in Hamburg auf. Und es stehen noch so einige Auftritte bei großen europäischen Elektro-Festivals mit Zehntausenden Gästen an. Im Herbst wartet dann noch etwas Besonderes auf den DJ: ein Auftritt im P1, der Szene- und Promi-Disco in München.

„Die Resonanz ist gerade unglaublich“, sagt Kevin Schrötter. Das er bislang nur nationale Auftritte hatte, stört ihn nicht: „Wer über Nacht zum Superstar wird, kann oftmals mit dem plötzlichen Druck nicht umgehen. Ich will die Treppe lieber langsam hochsteigen.“ Dass er oben ankommt, ist sich Schrötter sicher.

Sich etablieren ist nicht einfach

Doch wie schafft man es, sich aus der Masse hervorzutun? Talent alleine reiche in der Branche nicht aus. Seit er 21 ist, wird er für Auftritte engagiert, doch eine Gage gab es deshalb noch lange nicht: „Drei Jahre lang habe ich aufgelegt, ohne auch nur einen Cent dafür zu bekommen“, erzählt er. „Erst wenn die Leute wegen dir und deiner Musik in den Club kommen, machst du dich bezahlt.“ Schrötter ist das gelungen: Bei seinen Auftritten ist seine Anhängerschaft mit Pullovern aus dem eigenen Fanshop dabei. „Da fühlt man sich schon ein bisschen berühmt“, sagt der DJ.

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