Kritik CDU-Stadträtin: "Windrad zu nahe am Ortsrand von Hürben"

© Foto: Sabrina Balzer
Hürben / 11.02.2016
Kritisch zum Thema Windpark Teichhau I und II, speziell zu dem nahe Hürben geplanten Windrad 15 äußert sich die Hürbener Stadträtin Karin Häußler (CDU). Auch sie stellt dieses Windrad in Frage.

Bereits bei der Veranstaltung im September 2015 in der Hürbetal-Halle habe sie darauf hingewiesen, dass dieses Windrad zu nahe an Hürben herankomme. „Es kann doch nicht sein, dass nur die Wirtschaftlichkeit zählt. Wo bleibt der Mensch?“, fragt sie.

Das Baugebiet im Bühlfeld werde durch den Bau dieses Windkraftrads nicht attraktiver, argumentiert sie. Hinzu komme noch die Aussage der Fliegergruppe Giengen, die ihre Flugbewegungen über Hürben ausüben wolle, wenn das Windkraftrad Nr. 15 komme. Dies bedeute für das Dorf eine zusätzliche Belastung. „Wo bleibt die Verantwortung der gesamten Großen Kreisstadt Giengen für seinen Teilort Hürben?“, fragt sie. „Wird hier der Weg des geringsten Widerstandes gegangen?“ Man habe in Hürben mit der Autobahn schon genug an Lärm zu ertragen, und jetzt werde die Nähe zur Autobahn auch noch als Argument für die Wirtschaftlichkeit der Windräder genannt. Dass man als Vorranggebiet vom Regionalverband ausgesucht wurde und der damalige Gemeinderat dem zugestimmt habe, bedeute ja nicht, dass man einen Fehler nicht auch korrigieren könne.

Die Hürbener Bürger seien froh, einen Metzger, einen Bäcker, eine Filiale der Voba, eine Grundschule mit Ganztagesbetreuung, einen Kindergarten und funktionierende Vereine zu haben. „Was wir nicht brauchen ist ein Windrad, so nahe am Ortsrand“, so Stadträtin Häußler.

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