Kommentar Zur Schließung von Sconvey: Bittere Botschaft

© Foto: Oliver Vogel
Giengen / Marc Hosinner 31.07.2018
Am Dienstag gab die Giengener Firma Sconvey ihre Schließung bekannt. Alle Mitarbeiter erhalten die Kündigung. Ein Kommentar:

Während andere derzeit über die Hitze in den Büros und Produktionshallen stöhnen, haben die Mitarbeiter der früheren Steiff-Fördertechnik ganz andere und wirklich schwerwiegende Probleme: Sie mussten am Dienstag die bittere Botschaft schlucken, dass es in dem Betrieb, dem viele über Jahre und Jahrzehnte ihren Dienst erwiesen, nicht mehr weiter geht.

Für sie alle bricht zunächst eine Welt zusammen. Natürlich besteht bei einer Insolvenz immer die Gefahr, dass sie in einer Schließung endet. Doch ebenso überraschend wie die Insolvenz öffentlich bekannt gegeben wurde, kommt jetzt die Mitteilung, dass es für das Traditionsunternehmen nicht weiter geht. Bleibt zu hoffen, dass der oft artikulierte Mangel an Facharbeitern keine leere Worthülse ist und die nun Gekündigten schnell neue Jobs finden – auch jene, die bereits jenseits der 50 Lebensjahre sind.

In erster Linie treffen die Kündigungen jeden einzelnen Mitarbeiter, doch eine Firmenschließung ist natürlich auch für die gesamte Stadt schwierig. Zumal man im Rathaus mit Nachdruck daran arbeitet, Rahmenbedingungen zu schaffen, damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Juli hätte wahrlich besser enden können.

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