Giengen Belebung für die Innenstadt erwartet

Wahrend der ehemalige Gubi (im Hintergrund) von der baulich ordentlich erhalten ist, wird das ehemalige Gasthaus Kanne (im Vordergrund) voraussichtlich abgebrochen.
Wahrend der ehemalige Gubi (im Hintergrund) von der baulich ordentlich erhalten ist, wird das ehemalige Gasthaus Kanne (im Vordergrund) voraussichtlich abgebrochen. © Foto: Dieter Reichl
Giengen / Dieter Reichl 07.11.2018
In den früheren Gubi und in die Kanne sollen „Frequenzbringer“ einziehen.

Von einem echten Coup spricht Oberbürgermeister Dieter Henle zwar nicht nach dem Erwerb der beiden Gebäude in der Marktstraße 18-20 sowie 22 und 22/1, besser bekannt als der ehemalige Gubi und das frühere Gasthaus Kanne. Große Hoffnungen verbindet er im Zusammenhang mit einer attraktiven Innenstadt damit aber schon. Endgültige künftige Nutzungen sind noch nicht beschlossen.

Verwaltung und Bibliothek

Zum einen lässt sich dort jedoch der Wunsch verwirklichen, eine zweite zentrale Verwaltungsstelle zu schaffen, und zum anderen, einen so genannten „Frequenzbringer“ einzurichten, also eine öffentliche Einrichtung mit regem Publikumsverkehr. Eine Idee hierfür ist die Stadtbibliothek, die aktuell noch wenig attraktiv in der Grabenschule untergebracht ist.

Über den Erwerb der beiden Immobilien informierte OB Henle in der vergangenen Gemeinderatssitzung. Dem Erwerb des ehemaligen Gubi wurde zugestimmt vorbehaltlich der Genehmigung des Wirtschaftsplans 2019, was laut Henle allerdings nur eine Formalität sein dürfte. Über die Finanzen des kommenden Jahres wird in den kommenden Wochen beraten. Eingebracht wird der Haushaltsplan 2019 laut Plan am Donnerstag, 22. November. Die Finanzierung des zweiten Gebäudes, der ehemaligen Kanne, erfolgte im Rahmen des Sanierungsgebiets Stadtmitte. Das Gebäude soll dann in den Bestand des Eigenbetriebs Gebäudemanagement überführt werden.

Über den Kaufpreis der Immobilien wurden keine Angaben gemacht. Henle sagte, dass sich aufgrund von Mieteinnahmen der Kauf des ehemaligen Gubi nach fünf Jahren amortisiert habe. Im Erdgeschoss des Gebäudes befindet sich bekanntermaßen der Discounter Tedi, dieser soll dort auch bleiben. In der benachbarten ehemaligen Kanne bestehen Mietverhältnisse.

Mit den Mietern sollen Gespräche erfolgen, und man lege Wert darauf, dass es für die Mieter ein adäquaten Ersatz gefunden wird.

Brandschutz kompliziert

Während der bauliche Zustand des ehemaligen Gubi laut Henle akzeptabel ist, sieht es mit der Kanne anders aus. Vor allem in Sachen Brandschutz sei es bei der Kanne „nicht einfach“, man werde sinnvollerweise um einen Abbruch des Gebäudes nicht herum kommen. Statt dessen soll es dann einen „guten Ersatz“ geben.

Aber: dies ist im Moment noch Zukunftsmusik. Ein Abbruch werde nicht heute und nicht morgen erfolgen. „Die Zeit drängt hier nicht“, sagte Henle.

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