Giengen Bergbad-Badesaison wie aus dem Bilderbuch

Zum Reinhüpfen: Auch aus der Luft bieten die Schwimmbecken des Bergbads einen überaus erfrischenden Anblick.
Zum Reinhüpfen: Auch aus der Luft bieten die Schwimmbecken des Bergbads einen überaus erfrischenden Anblick. © Foto: Geyer-Luftbild
Giengen / Dieter Reichl 10.08.2018
Bereits jetzt wurden deutlich mehr Badegäste verzeichnet als vergangenes Jahr insgesamt. Die Spitzenzahlen der Vergangenheit werden allerdings nicht mehr erreicht.

In dieser Woche herrschte schon mehrfach Gewitterstimmung im Bergbad. Allerdings nur am Himmel. Nicht bei Schwimmmeister Matthias Banzhaf. Warum auch: Banzhaf ist seit über 30 Jahren im Beruf, und der Sommer 2018 beschert ihm wieder mal eine Badesaison wie aus dem Bilderbuch.

„Ein prima Sommer“, sagt er. Seit Ostersonntag, erinnert er sich, war es die meiste Zeit schön. Natürlich mit Schwankungen. Einen kleinen Dämpfer gab es ausgerechnet zum Auftakt der diesjährigen Badesaison. Diese nämlich begann relativ kühl, und so waren es am Samstag vor Pfingsten, dem ersten Badetag, auch nur eher bescheidene 273 Besucher im Schwimmbad.

Auch die folgenden Tage waren noch ruhig, bis es am 26. Mai warm und schön wurde und mit 1500 Badegästen der erste richtig gute Badetag zu verzeichnen war. Der bislang bestbesuchte Tag war der 31. Juli, ein heißer Dienstag, mit stolzen 3053 Badegästen.

Wasserqualität tadellos

Der Ansturm aufs Bad hat sich fortgesetzt, sodass in dieser Woche, wie bereits berichtet, der Wert des Vorjahrs mit 74 954 Besuchern übertroffen wurde. Unterdessen sind es mehr als 76 000. Egal wie es die kommenden Wochen weitergeht – um die fünf Badewochen werden es voraussichtlich noch sein – die Saison wird zufriedenstellend enden, auch wenn die Werte früherer Zeiten, in denen oftmals weit über 100 000 Besucher gezählt wurden, nicht mehr zu erreichen sind. Dazu hat sich das Freizeit- und Urlaubsverhalten der Menschen zu sehr verändert.

Das Bad ist immer noch gut in Schuss

Das Bad selbst, das 1994 generalsaniert wurde, befindet sich technisch nach wie vor auf aktuellem Stand und ist gut in Schuss. Dies gilt auch für die tadellose Wasserqualität, was vom Gesundheitsamt nach der letzten Prüfung Ende Juni aufs Neue bestätigt wurde.

Banzhaf bestreitet die Saison natürlich nicht allein: Insgesamt drei Schwimmmeister, ein Rettungsschwimmer aus Heidenheim sowie drei Studenten sorgen für den reibungslosen Ablauf der Badetage und eine gesicherte Aufsicht über die Schwimmbecken. Und im kommenden Jahr wird auch ein Auszubildender zum Fachangestellten für Bäderbetriebe der Stadt Herbrechtingen als Teil seiner Ausbildung im Bergbad sein. Zudem gibt es Unterstützung an den Wochenenden durch die DLRG und das Rote Kreuz.

Die aktuelle Saison ist keine durchschnittliche: durch die wochenlang hohen Temperaturen ist der Wasserverbrauch deutlich erhöht. Insgesamt sind drei Millionen Liter Wasser in den Becken.

Tausende Liter verdunsten

Etliche tausend Liter verdunsten in der Sommerhitze, die nachgefüllt werden müssen. Als Faustregel gilt, dass pro Badetag und Badegast 30 Liter nachfließen. Bei großer Hitze kann sich das leicht auf rund 50 Liter erhöhen. Die Nachspeisung erfolgt automatisch. Und in einem weiteren Fall geht's ums Wasser: Verstärkt zum Einsatz kommen seit Wochen auch die abends und frühmorgens zwischen 7 Uhr und 9 Uhr Uhr eingesetzten Beregnungsanlagen. Vier Stationen sind es, und sie sorgen dafür, dass der größte Teil der Liegewiesen ausreichend bewässert wird und halbwegs grün bleibt. Schließlich soll das Bad auch bei über 30 Grad einladend wirken. Und schließlich gibt es noch ein weiteres, kaum zu lösendes Problem: Wespen. „Wirklich schlimm dieses Jahr“, sagt Banzhaf. Aber: abgesehen von Wespenstichen sind größere Unfälle bislang ausgeblieben. Was ja ein wesentliches Argument ist bei der Bewertung einer Badesaison.

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