Giengen Draufgeblickt (26): Die Kaltenburg vorher und nachher

Giengen / Dieter Reichl 28.08.2018
Praktisch dem Verfall preisgegeben war die Kaltenburg, bis sich eine Bürgerinitiative ein Herz fasste und die Sanierung anging.

Die alten Rittersleut . . . viel war von ihrem Tun und Treiben zumindest im Zusammenhang mit der Kaltenburg vor wenigen Jahren nicht mehr zu sehen. Der Niedergang des historischen Bauwerks wurde ganz besonders offensichtlich, als 2010 ein großes Stück aus der östlichen Begrenzungsmauer herausbrach und den Abhang hinunterstürzte.

Seither ist einiges geschehen. Das Gemäuer ging 2015 über in den Besitz der Interessengemeinschaft Kaltenburg. Die schwer lädierte Ostmauer ist gerichtet, ein zweiter Bauabschnitt ist im Gange. Die Sanierung der westlichen Schildmauer wurde im Juli abgeschlossen. Dies war wegen starker Einsturzgefahr dieses Gebäudeteils dringend notwendig geworden.

Millionensumme investiert

Jetzt steht das Gerüst noch an der einer ehemaligen Wohnhauswand, die ebenso zum aktuellen Sanierungsabschnitt gehört wie der Eingangs-Torbogens. Zum Jahresende wird rund eine Million Euro in die Sanierung der Kaltenburg geflossen sein.

Ansonsten ist nach wie vor die Freude groß, dass die Interessengemeinschaft durch die Landesdenkmalstiftung zum einen 100 000 Euro erhalten hat und in diesem Jahr mit dem Bürgerpreis 2018 gewürdigt wird. Dieser steht unter dem Motto „Bürger retten Denkmale“ und ehrt herausragendes ehrenamtliches Engagement. Ein Festakt aus diesem Anlass ist am 22. Oktober in der Hürbetalhalle vorgesehen.

Hochzeiten auf der Burg?

Voran schreitet nicht nur die Sanierung, sondern auch Pläne zur Nutzung der Anlage. Das Ziel ist klar für die Interessengemeinschaft: Man will die Burg für die Öffentlichkeit zugänglich machen und für Veranstaltungen nutzen.

Ideen und Anregungen gibt es bereits mehrere, die Rede war bereits von Hochzeiten, von Kochevents oder Ausstellungen.

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