Giengen Auftragsbücher bei der Filzfabrik sind voll

Mit dem aktuellen Geschäftsverlauf ist man bei der Filzfabrik zufrieden. Am Standort in Giengen wurde unter anderem in Dacherneuerungen investiert (Mitte links).
Mit dem aktuellen Geschäftsverlauf ist man bei der Filzfabrik zufrieden. Am Standort in Giengen wurde unter anderem in Dacherneuerungen investiert (Mitte links). © Foto: Geyer-Luftbild
Giengen / Marc Hosinner 17.07.2018
Der Geschäftsverlauf beim traditionellen Filzhersteller liegt bislang über den Planungen. Der Rückblick auf das Jahr 2017 fällt positiv aus.

Aufträge, Aufträge und noch mal Aufträge: So beschreibt Karl-Ulrich Hömann, Vorstand der Vereinigte Filzfabriken AG (VFG), die derzeitige Situation des Unternehmens.

Im aktuellen Geschäftsbericht, der bei der 134. Hauptversammlung der AG vorgelegt wurde, wird dies wie folgt beschrieben: „Aufgrund der aktuell positiven Entwicklung des Auftragseingangs und Auftragsbestandes erwartet die VFG für das Jahr 2018 insgesamt einen weiterhin positiven Geschäftsverlauf mit einer leicht verbesserten Ertragslage.“

Der Geschäftsverlauf 2018 liege bislang über den Planungen und über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. „Der Auftragsbestand hat sich gegenüber dem hohen Niveau zum Jahresende 2017 weiter erhöht“, so Hömann bei der Hauptversammlung. Der erhöhten Auftragslage werde mit einer Ausweitung der Kapazitäten, besonders in der Produktion von Wollfilz, begegnet.

„Wir blicken mit berechtigter Zuversicht auf das laufende Geschäftsjahr und in die Zukunft“, so Aufsichtsratsvorsitzender Martin Schäfer, der wiederholte, was er schon vor Jahresfrist geäußert hatte: Alle Mitarbeiter im Unternehmen hätten beachtliche Leistungen gebracht.

Ende 2017 waren 163 Mitarbeiter inklusive zwölf Auszubildender bei der VFG beschäftigt (2016: 162). Unverändert stelle die Rekrutierung und Ausbildung eigener Fachkräfte eine wichtige Basis für den künftigen Erfolg des Filzherstellers dar. Deshalb werde das Ausbildungsangebot und die Zahl der der Studienplätze gehalten.

Im Rückblick auf das Geschäftsjahr 2017 berichtete Hömann von einem Umsatz in Höhe von 26,2 Millionen Euro, der damit über dem des Jahres zuvor (25,9 Millionen Euro) lag. Der Umsatz des vergangenen Jahres liegt auf dem Niveau von dem des Jahres 2015. 26,2 Millionen war damals eine Rekordmarke.

Der Geschäftsverlauf im zurückliegenden Jahr wird als positiv eingestuft. Die Erlöse wurden – wie 2016 – zu 44 Prozent im Bereich Wollfilze und zu 56 Prozent im Bereich Nadelfilze erwirtschaftet. Sie verteilen sich auf das Inland (57 Prozent), das europäische Ausland (40 Prozent) und das außereuropäische Ausland (3 Prozent).

Engpässe bei der Beschafffung

Vieles lief also gut bei der Aktiengesellschaft. Das Geschäftsjahr 2017 hatte allerdings auch negative Seiten: „Die positive Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr setzte sich im weiteren Jahresverlauf nicht in gleicher Weise fort“, so der Vorstand. Im zweiten Halbjahr sei es teilweise zu Engpässen bei der Beschaffung von Rohmaterialien gekommen. Der daraus resultierende Umsatzrückgang habe durch die positive Entwicklung in anderen Bereichen nur bedingt ausgeglichen werden können.

„Vor dem Hintergrund unterschiedlicher Entwicklungen in der Produktion wurden diverse Maßnahmen ergriffen, um die Produktionsleistung anzupassen. Dabei wurden die Kapazitäten durch Flexibilisierung des eigenen Personals sowie durch zusätzliche Beschäftigung von Leihpersonal verändert“, heißt es im Geschäftsbericht hinsichtlich des Einsatzes von Mitarbeitern in der Fertigung.

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