Giengen Bühlschüler auf den Spuren des Waldes

Was kommt eigentlich woher? Die Viertklässler der Bühlschule schauten sich den Wald vor Ort und weltweit genauer an.
Was kommt eigentlich woher? Die Viertklässler der Bühlschule schauten sich den Wald vor Ort und weltweit genauer an. © Foto: pm
Giengen / HZ 01.12.2018
Schüler der vierten Klasse beschäftigten sich in- und außerhalb ihres Klassenzimmers mit der Natur um sie herum.

Die Soko Wald machte an der Bühlschule in Giengen Halt. Bei diesem Projekt gehen in der Regel Schüler der fünften und sechsten Klassen auf die Suche nach den Spuren des Waldes in ihrem Alltag.

„Ziel ist es, den Kindern die Bedeutung des Waldes aufzuzeigen und Verhaltensänderungen zu bewirken. Sie lernen, dass wir zahlreiche Waldprodukte weltweit nutzen und erhalten Hinweise, wie sie ihren Lebensstil im Sinne der Nachhaltigkeit verändern können“, erklärte Oberbürgermeister Dieter Henle, der die Soko in seiner Funktion als Kreisvorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald nach Giengen geholt hatte.

An der Bühlschule waren Schüler der Klasse 4a auf Tour. Erst testeten sie ihre Sinne anhand von Produkten des Waldes – Fühlkisten, Riechbecher sowie eine Hör- und eine Geschmacksstation standen dafür bereit. Danach ging es in Kleingruppen und ausgerüstet mit Digitalkameras rund um die Bühlschule auf Erkundungstour nach Produkten des Waldes. Fachkundig begleitet wurden die Schüler von Michael Seefeld, Referent für Bildung und Waldpädagoge der Schutzgemeinschaft.

Abschließend kamen die Kinder in der Klasse zusammen und schauten sich die gefundenen Dinge mit ihrer Klassenlehrerin Inge Schleusener und Rektorin Nicole Arndt genauer an. Jede Kleingruppe suchte sich ein Produkt aus und stellte es der Klasse vor. Anhand einer großen Weltkarte wurden die Produkte ihren Herkunftsländern zugeordnet.

In der Klasse waren lange Transportwege, Recycling, Bio-Siegel und fairer Handel, aber auch alternative Produkte und Nutzungsformen Thema. Ein Höhepunkt war der Punkt zum Thema Esskastanie. Eine Giengener Delegation hatte jüngst Bilder eines 400 Jahre alten Maronenbaums aus dem sizilianischen San Michele di Ganzaria mitgebracht. Die Kinder staunten, als sie sahen, dass sogar ein Mensch in den Stamm des 400 Jahre alten Baumes hineinschlüpfen kann.

Die fahrenden Klassenzimmer können auch andere Schulen im Kreis anfahren. Interessierte erhalten Infos unter kreisverband–heidenheim@sdw-bw.de

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