Giengen A7: Vier schwere Unfälle in etwas mehr als 30 Tagen

Giengen / Marc Hosinner 07.07.2018
Der schwere Unfall, der sich am Freitag auf der A7 bei Giengen ereignet hat, ist bereits der vierte größere auf dem Abschnitt der Autobahn innerhalb von weniger als 35 Tagen.

Der Unfall am Freitagnachmittag, in den drei Autos verwickelt waren und der mehrere Verletzte zur Bilanz hatte, war kein Einzelfall in letzter Zeit. Mehrmals kam es in den zurückliegenden Wochen zu heftigen Unfällen auf der A7, bei denen nicht nur kilometerlange Staus entstanden (wie am Freitag), sondern auch Menschen verletzt wurden.

21. Juni, Lonetal:

Auf Höhe der Raststätte Lonetal war am 21. Juni ein Lastwagen in ein Sicherungsfahrzeug gefahren. Dabei war ein mit Milch beladener Lkw nahezu ungebremst auf ein Baustellenfahrzeug aufgefahren.

Beim Aufprall war der Anhänger des Sicherfahrzeugs unter das Zugfahrzeug geschoben. Dabei wurden der Fahrer des Tanklastzuges und der im Sicherungsfahrzeug sitzende LKW-Fahrer leicht verletzt. Der Rettungsdienst brachte beide in eine Klinik. Zur Bergung der beschädigten Fahrzeuge musste schweres Gerät anrücken.

19. Juni, Oggenhausen

Voll gesperrt war die A7 am 19. Juni bei Oggenhausen, als sich drei Sattelschlepper bei einem Unfall ineinander verkeilt hatten. Nach Angaben der Polizei standen zwei Sattelzüge auf der rechten Spur der A7 in Richtung Ulm im Stau. Das bemerkte ein dritter Lkwfahrer zu spät. Er bremste, konnte aber einen Aufprall nicht vermeiden.

Die Fahrzeuge stießen zusammen. Ein Lkw der Marke DAF schleuderte dabei auf den Standstreifen. Durch die Wucht des Aufpralls schleuderte auch der Sattelzug des Unfallverursachers und prallte gegen den vorderen Sattelzug, einen MAN.

Auch auf der Gegenfahrbahn in Richtung Aalen ereignete etwas später ein Unfall – ausgelöst durch Schaulustige, die die Aufräumarbeiten des LKW-Unfalls auf der Gegenfahrbahn beobachteten. Bei den Unfällen gab es insgesamt zwei schwer verletzte Lkw-Fahrer und zwei leicht verletzte Autofahrer.

4. Juni, Giengen

Einen Stau in Fahrtrichtung Würzburg zog ein Unfall nach sich, bei dem am 4. Juni ein Autofahrer seine Ladung (eine Baumaschine) verlor, nachdem er auf Höhe der Brenztal-Brücke in einem Baustellenbereich über eine Schwelle aus stählernen Abdeckplatten gefahren war.

Der Fahrer überstand den Unfall unverletzt. Die Schwelle hatte bereits zuvor für Diskussionen gesorgt, da sie von vielen Autofahrern als gefährlich wahrgenommen wurde.

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