Giengen / HZ  Uhr
Mit dem „Trio fleurs“ war der Abend-Gottesdienst unter dem Motto „Jubilate Deo“ in der Heilig-Geist-Kirche ein Höhepunkt und zugleich ein würdiger Abschluss der Reihe seit Januar.

Mit dem „Trio fleurs“ war der Abend-Gottesdienst unter dem Motto „Jubilate Deo“ in der Heilig-Geist-Kirche ein Höhepunkt und zugleich ein würdiger Abschluss der Reihe seit Januar. Aufgetreten sind drei renommierte Künstlerinnen aus dem Dillinger Raum: Sopranistin Annette Sailer, Sonja Lorenz-Bayer an der Querföte und Barbara Bartmann an der Orgel und dem E-Piano.

Zu Beginn servierte das gut eingespielte Trio im Altarraum mit dem „Gratias agimus“ von Gaetano Donizetti gleich betörende Klänge. Sailers Stimme, gepaart mit der Querflöte und der spielerischen Leichtigkeit durch das E-Piano, erzeugten eine musikalische Spannung.

Nach der Lesung geriet das „Laudate Dominum“ von Wolfgang Amadeus Mozart, ergreifend von der Empore vorgetragen, zu einem Erlebnis besonderer Art, das nur noch zu überbieten war durch das „Alleluia“ aus dem „Exultate Jubilate“, ebenfalls von Mozart. Sailers vokale Ausdruckskraft mit funkelnden Koloraturen steigerte sich hier ins Unermessliche. Eine solche Kraft und Sicherheit beim hohen „C“ ist nur äußerst selten zu erleben. Doch auch Bartmanns fein abgestimmte Registrierung der Link-Orgel und Lorenz-Bayer an der Querflöte trugen ihren Teil zur Ergriffenheit bei den Besuchern bei.

In die Liturgie hinein hat das Trio das „Vater unser“ von Johann Ludwig Krebs interpretiert und damit das Publikum mit in die Geheimnisse hineingezogen. Den Abend mit geistlicher Musik beschloss das Trio mit dem „Ave Maria“ als herzerwärmenden Gruß an die Gottesmutter Maria. Das Werk wird Guido Caccini zugeschrieben, stammt wohl aber aus der Feder von Wladimir Fjodorowitsch. Nach dem Abschluss-Segen war noch eine Zugabe fällig.