Musik "Halb Acht" auch 2016 vorm Rathaus

Soll auch im kommenden Jahr für eine Belebung der Innenstadt sorgen, so wie es diesen Sommer wie erhofft funktioniert hat: die Veranstaltungsreihe „Halb Acht - In Giengen spielt die Musik“.
Soll auch im kommenden Jahr für eine Belebung der Innenstadt sorgen, so wie es diesen Sommer wie erhofft funktioniert hat: die Veranstaltungsreihe „Halb Acht - In Giengen spielt die Musik“. © Foto: Fotos: Archiv
Dieter Reichl 25.09.2015
Die beiden beliebten Veranstaltungsreihen unter freiem Himmel, nämlich „Kultur an der Mauer“ sowie „Halb Acht - In Giengen spielt die Musik“ sind auch 2016 wieder Teil des städtischen Kulturprogramms.

Bei der Sitzung des Gemeinderats wurde das Kulturprogramm 2016 durch Amtsleiter Andreas Salemi vorgestellt. Oberbürgermeister Gerrit Elser und die Fraktionen nutzen zuvor die Gelegenheit, auf den zu Ende gegangenen Sommer zurückzublicken, und vor allem nochmals einen Blick auf die neu gestartete Reihe „Halb Acht - In Giengen spielt die Musik“ zu werfen. Die Erwartungen hierbei seien bei weitem übertroffen worden, sagte Elser. Statt der vielleicht erwarteten 150 Besucher seien es jetzt im Schnitt um die 600 gewesen. Die Veranstaltung habe regelrecht Begeisterung ausgelöst. Das Ziel, eine Belebung für die Innenstadt zu erzielen, habe man erreicht. Nicht nur deswegen habe sich gezeigt, dass Giengen für seine Größe ein hervorragendes Kulturprogramm vorzuweisen habe und dafür von anderen Gemeinden auch beneidet werde.

Stadtrat Erwin Kleemann (Unabhängige und Grüne) sagte, das Geld für die Reihe sei sinnvoll investiert, das Image der Stadt habe man deutlich verbessert. Rudolf Boemer (CDU) sagte, man trage es weiterhin mit, für die Veranstaltung keinen Eintritt zu verlangen, und auch Gaby Streicher (SPD) sprach von einem hohen Mehrwert für die Stadt. Zudem sei bewiesen, dass der Satz, wonach nichts wert sei, was nichts koste, in diesem Fall nicht stimme.

Folgerichtig wird es also auch 2016 die Reihe „Halb Acht - In Giengen spielt die Musik“ geben, wie Kulturamtsleiter Andreas Salemi ausführte. 16 000 Euro stellt die Stadt zur Verfügung, Einnahmen durch Sponsoren in Höhe von 3500 Euro sind eingerechnet. Die musikalische Reihe soll zwischen Anfang Juli und Anfang September in gleicher Form, also donnerstags und bei freiem Eintritt, stattfinden – mit einer Ausnahme: der Auftakt wird am 8. Juli 2016 an einem Freitag sein. Der Grund: am Tag zuvor findet das Halbfinale der Fußball-Europameisterschaft statt, eine Kollision hiermit will man vermeiden.

Auch am Standort beim Rathaus will man laut Salemi festhalten: zum einen besteht die Möglichkeit, sich bei Nieselwetter unterzustellen, auch sei dort die Atmosphäre am besten. Eine Umfrage unter Gastronomen in der Innenstadt habe ergeben, dass alle von der Veranstaltung profitierten, also auch diejenigen, die etwas weiter weg vom Geschehen waren, etwa die Eiscafés. Viele Zuschauer seien nicht von Anfang bis Ende beim Konzert geblieben, sondern auch durch die Stadt geschlendert. Aber genau das sei ja auch das Ziel gewesen. Für einen optimalen Sound wolle die Stadt sorgen. Wenn die Bands und Gruppen nicht adäquat ausgestattet seien, werde eine Verstärkeranlage zugemietet, damit Konzertbesucher ebenso ihr Vergnügen haben wie diejenigen, die Geselligkeit und Plauderei suchen.

2016 wird es aber nicht nur „Halb Acht“ geben – die Veranstaltungsreihe „Kultur an der Mauer“ geht dann bereits in die zwölfte Saison. Laut Salemi erfreut sich auch diese Reihe großer Beliebtheit und ist für viele zu einem festen Bestandteil des Sonntagvormittags geworden. Die Reihe wird wie gewohnt zwischen Mai und September laufen. Die städtischen Ausgaben hierfür betragen 2600 Euro und sind etwas erhöht, weil daran gedacht wird, die Aufwandsentschädigung für die teilnehmenden Gruppen von 50 auf 80 Euro anzuheben. Ergänzt werden diese beiden Open-Air-Reihen durch eine Reihe von vier Konzerten, drei Ausstellungen, der Kulturnacht am 9. April 2016, einer Theateraufführung und dem überaus beliebten Weihnachtsmärchen. Für alle Veranstaltungen werden insgesamt rund 60 000 Euro veranschlagt, die Stadt gewährt einen Zuschuss von rund 30 000 Euro.

Rubens Link (Unabhängige und Grüne) brachte es auf den Punkt: „Es soll keiner mehr sagen, in Giengen sei nichts los.“