Giengen Handel in Giengen: Ist die Talsohle durchschritten?

Beim verkaufsoffenen Feiertag war gestern in Giengen viel geboten. Auch eine Modenschau gehörte dazu.
Beim verkaufsoffenen Feiertag war gestern in Giengen viel geboten. Auch eine Modenschau gehörte dazu. © Foto: Sabrina Balzer
Giengen / Marc Hosinner 04.10.2018
Der städtische Wirtschaftsförderer und der GHV-Vorsitzende sehen Giengens Innenstdat auf einem guten Weg. Der verkaufsoffene Feiertag soll nicht nur kurzfristig für Belebung sorgen.

Drei Schläge, mehr brauchte er nicht: Giengens Wirtschaftsförderer meisterte seinen ersten offiziellen Fassanstich mit Bravour gab damit am Mittwoch das Startsignal für den Herbsthock vor dem Rathaus und den wenig später beginnenden verkaufsoffenen Feiertag. Der Gewerbe- und Handelsverein (GHV) hatte dazu wieder einiges auf die Beine gestellt: Nicht nur Bimmelbahn, Hüpfburg und Musik, sondern auch Kulinarisches wurde neben Aktionen in den Geschäften geboten.

„Dieser eine Tag wirkt sich auf die Wahrnehmung der Menschen aus und sorgt so auch für eine darüber hinaus gehende Belebung der Innenstadt“, so Vetter.

Thomas Nock, Vorsitzender des GHV, spricht in diesem Zusammenhang von einer insgesamt guten Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren. „Die Talsohle ist durchschritten“, so Nock etwa in Bezug auf Leerstände in der Innenstadt. Die leeren Schaufenster seien weniger geworden, es sei gelungen, neun Läden neu zu beleben.

„Es gab auch skeptische Stimmen beispielsweise angesichts von drei Friseurgeschäften in wenigen Metern Entfernung in der Marktstraße. Aber alle sind zufrieden. „Giengen ist nicht tot. Es pulsiert hier zwar nicht, aber die Stadt lebt“, so Nock.

Anreize schaffen

Von einer „schönen Stadt“ spricht Wirtschaftsförderer Vetter. Die Stadt könne, um Leerstände nicht entstehen zu lassen oder diese zu vermeiden, Rahmenbedingungen schaffen und Anreize über Sanierungsprogramme schaffen. „Eine meine Aufgaben besteht aber auch darin, als Ansprechpartner und Vermittler zu fungieren, beispielsweise zwischen Mietern und Vermietern oder potenziellen Käufern und Verkäufern“, sagt Vetter. Der Wirtschaftsförderer ist überzeugt davon, dass es zu Konzentrationen kommen werde: „Online-Handel und die Grüne Wiese werden auch in Giengen dafür sorgen, dass sich das Geschehen zentralisiert. In Giengen ist das die Marktstraße.

Profilierung über Angebot

„Ein Durchgängigkeit von der Lederstraße bis zur Planie werden wir in Zukunft nicht mehr haben“, so der städtische Wirtschaftsförderer, der seien Worten zufolge „froh ist“ über die „hochwertigen und auch inhabergeführten“ Geschäfte in Giengen. „Die Stadt profiliert sich zu einem großen Teil über das besondere Angebot“, so Vetter.

Eben davon konnten sich die vielen Besucher des Herbsthocks und des verkaufsoffenen Feiertags in der Marktstraße, aber auch im Fachmarktzentrum im Ried, überzeugen. Beide Orte waren mit der Bimmelbahn bestens verbunden.

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