Burgberg Was sagt Thomas Schneider zum Weltmeister-Titel?

Die Ehrung mit Thomas Schneider als Weltmeister vor Daniel Oberrauner aus Österreich und Hubert Brunner aus Italien.
Die Ehrung mit Thomas Schneider als Weltmeister vor Daniel Oberrauner aus Österreich und Hubert Brunner aus Italien. © Foto: privat
Burgberg / Jens Eber 07.08.2018
Thomas Schneider aus Burgberg sorgte Walarbeiter-Weltmeisterschaft für fehlerfreie Schnitte und Platz Eins bei den Junioren.

Als Hoffnungsträger abgereist, als Weltmeister zurückgekommen und dazwischen offenbar noch Sympathiepunkte gesammelt – Thomas Schneider aus Burgberg hat die letzten anderthalb Wochen ausgiebig genutzt.

Als ihm am Sonntagnachmittag bei der Weltmeisterschaft der Waldarbeiter im norwegischen Lillehammer der Junioren-Gesamtsieg sicher war, bekam der 23-Jährige das zuerst gar nicht so richtig mit. „Ich habe es erst kapiert, als ich abends auf dem Treppchen stand und die Nationalhymne hörte“, erzählt Schneider. „Ich habe nicht erwartet, Weltmeister zu werden, aber ich wusste, dass ich mithalten kann“, sagt er im Rückblick.

Mit dieser Gewissheit holte sich Schneider gleich in der ersten Disziplin, dem Kettenwechsel an der Motorsäge, die Goldmedaille.

Thomas Schneider hat die Tagesbestzeit erreicht

Er sei zuerst gar nicht sehr zufrieden gewesen, dann aber strahlte ihn Teamchef Markus Wick an – Schneider hatte die Tagesbestzeit erzielt. Nach vier von fünf Disziplinen war dem Forstwirt dann bereits klar, dass er ganz vorne dabei war. Aber Schneider blieb vor dem Entastungs-Finale cool: „Ich war froh, dass ich da nicht auf Platz eins stand, es ist besser Jäger zu sein als Gejagter.“

Einen der Äste musste er nachschneiden und kam fast drei Sekunden nach dem Schweizer Enrico Netzer ins Ziel. Die fehlerfreien Schnitte sicherten ihm aber dennoch genügend Punkte für den Junioren-Welmeistertitel.

Schneider sei wie der Profi-Weltmeister Marco Trabert (Bayern) in der Szene sehr beliebt, sagte Team Wick. Entsprechend herzlich waren die Gratulationens. Viel Pause bleibt Thomas Schneider übrigens nicht: in wenigen Tagen steht die schleswig-holsteinische Waldarbeitsmeisterschaft an. Jens Eber

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