Giengen / rei Wie in den vergangenen Jahren werden auch 2019 Abschnitte des Kanalnetzes mit der Inliner-Methode gerichtet.

Wie in den Vorjahren stehen auch 2019 in den kommenden Monaten Sanierungsarbeiten am Kanalnetz an. Nach der Auswertung von Kanalinspektionen per Kamera im Rahmen der Eigenkontrollverordnung wurden in verschiedenen Kanalabschnitten erhebliche Schäden entdeckt. Diese werden Zug um Zug behoben mit dem Ziel, das Netz wieder dicht, voll funktionsfähig und aktivierbar zu haben. Das Schadenbild weist größere Längs- und Querrisse und undichte Rohrverbindungen auf, durch die Schmutzwasser austreten und Fremdwasser eintreten kann. Auch wurde Rohrwandbruch mit teilweise sehr großer Scherbenbildung sowie nicht fachgerecht eingebaute Anschlussstutzen festgestellt.

Bei der jetzt geplanten Sanierung werden in diesem Jahr insgesamt rund 800 Meter Kanal mit rund 60 Anschlüssen instand gesetzt.

Fertigstellung bis Oktober

Im Lauf des Frühjahrs wird begonnen, bis Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Investiert wurden rund 250 000 Euro. Die beauftragte Firma sei bekannt, sagte Helmut Schönberger seitens des Tiefbauamts. Der Schwerpunkt der Sanierungen liegt in diesem Jahr im Norden der Stadt im Bereich der Bleiche, Riedstraße, Albert-Ziegler-Straße und Lederstraße, aber auch in der Südstadt mit der Schlehenhalde und der Hossenriedstraße.

Neues Rohr im alten

Für die Behebung der Schäden wird auch diesmal wieder die Sanierung mittels Inlinereinbau und Edelstahlmanschetten angewandt. Bei der Inlinersanierung wird ein harzgetränkter Schlauch in das schadhafte Kanalrohr eingezogen und anschließend mittels UV-Licht ausgehärtet. Der Inliner bildet danach ein neues Rohr innerhalb des alten schadhaften Kanals. Die Abzweige und Anschlussstutzen werden dabei mithilfe eines Roboters geöffnet und in den neuen Inliner eingebunden. Beim Einbau von Edelstahlmanschetten werden kleinere Risse dicht verschlossen, sodass ein neues Stück Rohr im alten Kanal entsteht.