Giengen Ein neuer Verkehrsübungsplatz soll her

Hier auf dem Schwageplatz soll der mobile und komplett asphaltierte Verkehrsübungsplatz gebaut werden.
Hier auf dem Schwageplatz soll der mobile und komplett asphaltierte Verkehrsübungsplatz gebaut werden. © Foto: Christian Thumm
Giengen / Kathrin Schuler 27.06.2018
Der Beschluss im Gemeinderat ist gefasst: Der neue mobile Verkehrsübungsplatz auf dem Schwageplatz wird nun doch komplett asphaltiert.

Ab Juni 2019 sollen die Schüler aus Giengen und den Teilorten bei der Schwagehalle Verkehrssicherheit beim Radfahren erlernen. Dort soll der neue, komplett asphaltierte Verkehrsübungsplatz gebaut werden, für den sich der Gemeinderat bei seiner Sitzung letzte Woche nach längerer und kontroverser Diskussion entschied.

Drei Varianten eines mobilen Verkehrsübungsplatzes hatte der Technikausschuss zuvor diskutiert. Von der Verwaltung zunächst favorisiert wurde dabei die günstigste Variante, bei der lediglich die Fahrbahnfläche des Übungsplatzes mit einer acht Zentimeter dicken Tragdeckschicht asphaltiert und die Zwischenflächen mit Schotter ausgefüllt würden.

Günstig aber arbeitsintensiv

„Diese Variante wäre günstiger, aber auch arbeitsintensiver“, sagte Alexander Fuchs vom Tiefbauamt der Stadt. Denn es müssten nicht nur jährlich die Zwischenflächen nachgeschottert werden, sondern auch vor jeder Übungsstunde die Fahrbahnflächen gekehrt werden. Zudem könne man die Fläche dann nicht mehr wie bisher als Stellplatz für nutzen: Die Tragdeckschicht würde durch das zu hohe Gewicht der Lkws beschädigt.

Aus diesem Grund brachte die Stadtverwaltung am Donnerstag eine vierte Variante ins Spiel: Diese beinhaltet nicht nur den Bau eines komplett asphaltierten Verkehrsübungsplatzes, sondern umfasst in drei weiteren Bauabschnitten die Neu- beziehungsweise Umgestaltung des gesamten Schwageplatzes. In diesem Zug soll nicht nur die bestehende Basketball- und Skater-Anlage erneuert, sondern die Freizeitanlage auch um eine Kletterwand erweitert werden. Künftig soll es dort außerdem einen Stellplatz für Wohnmobile und einen weiteren für Lkw geben.

Keine neuen Schulden

„Wir sind der Meinung, dass für den Verkehrsübungsplatz eine komplette Asphaltierung am sinnvollsten ist“, meinte Oberbürgermeister Dieter Henle. Dafür sprach sich auch CDU-Stadträtin Maria Konold-Pauli aus: „Entweder bauen wir eine vielfältig nutzbar Variante oder wie lassen es ganz.“

Mit 190 000 Euro schlägt der komplett asphaltierte Platz mit knapp 100 000 Euro mehr zu Buche als die teilasphaltierte Version, was bei einigen Stadträten Bedenken bezüglich der Kosten auslöste: „Das ist einfach zu teuer. Wir befinden uns noch immer in der Haushaltssicherung und brauchen das Geld für unsere Schulen dringender“, meinte CDU-Stadträtin Gabriela Fetzer. Da ohnehin Transportkosten für die Kinder aus den Teilorten anfallen würden, könne man sich das Geld für den Bau auch sparen und stattdessen alle Kinder nach Heidenheim zur Verkehrserziehung bringen.

Der OB versicherte daraufhin jedoch, dass das Geld zur Verfügung stünde: Man habe den Bau des Verkehrsübungsplatz unter Sperrvermerk mit 350 000 Euro bereits in den Haushalt eingestellt, sodass nun keine neuen Schulden entstünden.

Fünf Gegenstimmen für den Platz

16 Stadträte stimmten schließlich der Aufhebung des Sperrvermerks zu, während sich zwei enthielten und sieben weitere dagegen stimmten. Die Gesamtbeschlussfassung zum Bau des komplett asphaltierten, mobilen Verkehrsübungsplatzes bei der Schwagehalle wurde im Gemeinderat bei fünf Gegenstimmen und vier Enthaltungen beschlossen.

Im August soll der Auftrag ausgeschrieben werden, sodass bei einem Baubeginn im März der Verkehrsübungsplatz planmäßig bereits im Juni 2019 von den Giengener Kindern befahren werden kann.

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