Geislingen / swp Am Dienstag, 14. Mai, beginnt am Landgericht Ulm ein Verfahren gegen einen heute 22-Jährigen, der zwei Frauen in der Bahn sexuell missbraucht und eine davon beraubt haben soll.

Der damals 20-jährige Angeklagte soll sich im Februar 2017 in einer Regionalbahn zwischen Geislingen und Amstetten einer damals 25-Jährigen mit geöffneter Hose genähert haben. Er soll versucht haben, die 25-Jährige gegen ihren Willen zu küssen, was ihm aufgrund Gegen-wehr nicht gelungen sein soll. Zudem soll er der 25-Jährigen kurz unter dem Kleid zwischen ihre Beine oberhalb der Strumpfhose an den Intimbereich gefasst haben. Aufgrund von Ge-genwehr und lauten Hilferufen soll er dann von der 25-Jährigen abgelassen haben.

Zweiter Vorfall am nächsten Tag

Am nächsten Tag soll er sich wiederum in einer Regionalbahn zwischen Geislingen und Amstetten mit geöffneter Hose neben eine damals 23-Jährige gesetzt haben. Er soll versucht haben, die 23-Jährige zu küssen und ihr unter die Jacke zu fassen. Ferner soll er sie aufgefordert haben, an ihm den Oralverkehr durchzuführen. Die Geschädigte soll begonnen haben, sich zu wehren und zu schreien. Deshalb soll der Angeklagte ihr ein Messer an den Hals gehalten und sie bedroht haben. Er soll ihr dann unter ihre Kleidung an die linke Brust gefasst haben. Zuletzt soll der Angeklagte noch den Geldbeutel der 23-Jährigen an sich genommen haben und im Anschluss daran geflüchtet sein.

Rechtlich wird dem Angeklagten sexuelle Nötigung und schwere sexuelle Nötigung in Tateinheit mit schwerem Raub zur Last gelegt. Der Angeklagte, der vorläufig in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht ist, wird verteidigt von Rechtsanwalt Mihael Milosevic, Ulm. Die 23-jährige Geschädigte hat sich dem Verfahren als Nebenklägerin angeschlossen.

Verhandelt wird an zwei Sitzungstagen, am Dienstag, 14. Mai, 8.30 Uhr sowie am Montag, 27. Mai, 8.30 Uhr. Den Vorsitz der Kammer führt Vorsitzender Richter am Landgericht Wolfgang Tresenreiter.

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