Schule Zurück in die Zukunft

Eine der beiden Zwölferklassen singt beim Varieté und Sommerkonzert der Geislinger Emil-von-Behring-Schule. Die Show stand unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“.
Eine der beiden Zwölferklassen singt beim Varieté und Sommerkonzert der Geislinger Emil-von-Behring-Schule. Die Show stand unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“. © Foto: Claudia Burst
Claudia Burst 12.07.2018

Was als Sommerkonzert der Emil-von-Behring-Schule angekündigt war, präsentierte sich am Montagabend im Berufsschulzentrum in der Wölk als buntes, vielseitiges Talent-Varieté. Die Zwölftklässler aus dem Sozialwissenschaftlichen Gymnasium hatten den Abend selbstständig organisiert – am Ende erhielten sie begeisterten und lang anhaltenden Beifall für die Vielfalt ihrer Darbietungen, deren Professionalität und vor allem für die Leidenschaft, mit der die Schüler agiert hatten.

Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Zurück in die Zukunft“ – und begann daher mit einem mittelalterlich anmutenden Reihentanz zu Musik aus dem 16. Jahrhundert. Kassandra katapultierte ihre Mitschüler und die mehr als 130 Besucher wieder Richtung Gegenwart und plötzlich befanden sich diese in einem Varieté-Zirkus. Die junge Dame verbog sich mit der Eleganz einer Schlange, wirbelte 13 Hula-Hoop-Reifen gleichzeitig um die Taille und faszinierte die Zuschauer mit Band-Gymnastik und Akrobatik.

Durchs Programm führten Anna und Chiara im Stil eines Gesprächs. Unterhaltsam kündigten sie Rebecca und im Anschluss daran Simon an, die mit Hingabe und im Fall von Simon mit volltönender Männerstimme zwei Lieder aus den 80er-Jahren interpretierten. Begleitet wurden sie von einer vierköpfigen Schulband, die den ganzen Abend über allen Anforderungen gewachsen war.  Deren Schlagzeuger Jonas prasselte mit seinen Drumsticks bei einem Schlagzeugsolo auf sein Instrument ein, bis er am Ende mit Jubelrufen und hell begeisterten Pfiffen für seinen mitreißenden Rhythmus belohnt wurde.

Musik, Akrobatik, Schlagzeug – das war noch lange nicht alles. Schülerinnen aus dem „Theater und Literatur“-Kurs brachten die Besucher mit drei Sketchen zum Lachen und zum Nachdenken, sechs Mädels vom TV-Deggingen tanzten Aerobic, der Schulchor brachte die Gäste zum Mitklatschen und Mitsingen.

Als Paula und Hannah mit „Destination“ die 90er-Jahre erreicht hatten, zauberten sie mit ihren Stimmen Gänsehaut-Stimmung und Leonie, die später ebenfalls ein Solo zelebrierte, zeigte gar Starpotenzial mit ihrer Ausstrahlung beim Singen und ihrer Bühnenpräsenz. Die Besucher kamen aus dem Klatschen gar nicht mehr heraus, als eine Gruppe Mädels zu „It’s a hard knock life“ den Inhalt mehr spielten als sangen und das mit Tempo und pfiffigem Witz. Oder als sie mit einer Klatsch- und Schnipps-Vorführung für Jubel sorgten. Und es gab noch eine Steigerung: Schulleiterin Gabi Braun stand plötzlich als Überraschungsgast mit Dreadlocks und Nickelbrille am Mikro, sang „Crazy“ und wünschte ihren Schülern: „Ein bisschen verrückt muss man immer sein und eine Vision haben“.

Zwei Mädels, erst Duygu, dann Paula, brachten gegen Ende noch Poetry-Slam ins Spiel, erst nachdenklich und traurig, dann mit so viel Witz erzählt, dass sich die Gäste vor Lachen bogen.

Beide Zwölferklassen des SG präsentierten sich zum Abschluss als einzelne Klassen – wieder mit Musik. Sämtliche Protagonisten des Abends hinterließen ein durchweg begeistertes Publikum.

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