Wissenschaft Zukunftsideen für die Stadtregion Stuttgart

Das Stuttgart der Gegenwart: Vom Verkehr verstopft und die Luft von Feinstaub belastet. Wie das Leben in der Stadtregion in Zukunft aussehen könnte, damit befasst sich das Hochschulforum zur IBA 2027.
Das Stuttgart der Gegenwart: Vom Verkehr verstopft und die Luft von Feinstaub belastet. Wie das Leben in der Stadtregion in Zukunft aussehen könnte, damit befasst sich das Hochschulforum zur IBA 2027. © Foto: dpa
Region / SWP 10.05.2017
Die IBA 2027 in Stuttgart wirft ihre Schatten voraus: Um Zukunftsideen für die Stadtregion geht es beim öffentlichen Hochschulforum am 19. und 20. Mai in Nürtingen.

Bei der Internationalen Bauausstellung IBA 2027 geht es um die zukunftsfähige Weiterentwicklung der Region Stuttgart. Mit Themenschwerpunkten dieses Prozesses für die kommenden zehn Jahre befasst sich das „HfWU-Hochschulforum IBA 2027“ am 19. und 20. Mai in Nürtingen.

Mit einer zehnjährigen Vorbereitungszeit beginnt jetzt die Planung für die IBA 2027 in Stuttgart. Die Ausstellung soll Zeichen setzen für Bauen, Leben und Arbeiten im Zeitalter von Digitalisierung, Globalisierung und Klimawandel. Dabei sollen innovative Ideen und Konzepte Antworten auf die künftigen Herausforderungen für die Stadt und Region Stuttgart geben. Bei den Themenfeldern des öffentlichen Forums in Nürtingen geht es unter anderem um stadtplanerische Aspekte, Lebensqualität, Wohnen, Mobilität, Arbeiten und Nachhaltigkeit.

Zum Auftakt des Forums steht das Thema „Innovation an und durch Hochschulen“ im Mittelpunkt. Projektleiter Dirk Lohaus berichtet von seinen Erfahrungen bei der Vorbereitung der IBA Basel im Jahr 2020. Jeanne und Albrecht En­ders von der Portland State University (USA) werfen mit Blick auf die Internationale Bauausstellung einen internationalen Blick auf das Innovationsmanagement an Hochschulen. Danach stellt Professor Dr. Christian Arndt von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) das Innovations- und Methodenlabor der Hochschule vor.

Am Nachmittag geht es um die „grüne, kompakte und smarte“ Urbanisierung der Stadt. Die Referenten stellen dazu ihre Visionen vor: von der Gartenstadt 21 über Smarte Quartiere und das Konzept der Morgenstadt – dabei geht es um die nachhaltige soziale, ökonomische und energetische Entwicklung von Stadtteilen im Rahmen eines Gesamtkonzepts – bis zum konkreten Beispiel eines neu entstehenden Stadtteils im Rahmen der Bundesgartenschau Heilbronn. Anschließend spricht HfWU-Professor Dr. Alfred Ruther-Mehlis zum Thema „Beraten und Bauen im Siedlungsbestand“. Der Schweizer Mobilitätsexperte Roberto De Tommasi referiert zum Thema „Mobilität intelligent organisieren“, ehe eine Podiumsdiskus­sion den Tag abschließt. Das Forum am 19. Mai wird von der Architektenkammer Baden-Württemberg als Fort- und Weiterbildung für Mitglieder anerkannt.

Eine Exkursion zur Firma Feess nach Kirchheim steht am 20. Mai auf dem Programm. Die Teilnehmer lernen die innovativen Recyc­ling-Baustoffe des Unternehmens kennen. Geschäftsführer Walter Feeß wurde im Vorjahr mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.

Info Veranstalter des Hochschulforums sind die HfWU, die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart, die Hochschul- und Wissenschaftsregion Stuttgart und die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen. Das Veranstaltungsprogramm sowie die Online-Anmeldung sind online zu finden unter www.hfwu.de/iba