Geislingen an der Steige Zu Besuch bei der Bahn

Besuch an der Bahnhof-Großbaustelle: Die Geislinger Gymnasiasten erlebten Stuttgart 21 hautnah mit.
Besuch an der Bahnhof-Großbaustelle: Die Geislinger Gymnasiasten erlebten Stuttgart 21 hautnah mit. © Foto: Helfenstein-Gymnasium
Geislingen an der Steige / UTE HUND / ANNE TOOMEH 02.10.2014

Knapp 100 Schüler des Geislinger Helfenstein-Gymnasiums reisten mit ihren Begleitlehrern auf Einladung der DB Mobility Logistics AG nach Stuttgart, um dort aus erster Hand etwas über 29 duale Studiengänge, rund 500 Ausbildungsberufe und andere Berufswege bei der Bahn zu erfahren.

Die Deutsche Bahn ist laut eigener Aussage einer der vielfältigsten Arbeitgeber Deutschlands. Vom Immobilienmarketing-Experten, der Kauffrau für Bürokommunikation, dem Industrieelektriker, dem umwelttechnischen Assistenten bis hin zur Bauingenieurin und zum Lokführer werde eigentlich jede Berufssparte angeboten. Damit gebe es bei der Bahn Tausende von Ausbildungsplätzen jedes Jahr.

Die Veranstaltung gab den Zehntklässlern, nachdem sie mit Warm-up-Spielen an das Thema "Beruf" herangeführt worden waren, einen guten Überblick über die Möglichkeiten und Chancen bei einem der größten Konzerne Deutschlands. Christin Seidel, Recruiterin für dual Studierende aus dem Personalmarketing, unterstrich mit ihrer Präsentation, dass fast alle Berufe bei der Bahn gebraucht werden und auch direkt dort erlernt werden können - unter anderem in bahneigenen Hochschulen. Besonders interessant erschien den Schülern auch die finanzielle Absicherung während des Studiums.

Ein kleines Highlight der Veranstaltung zur Berufsorientierung sollte eine zusätzliche Baustellenführung mit allen Schülern rund um die Bahnhof-Baustelle und das Stuttgart-21-Areal werden: Eine riesige Fläche, viele zu bewältigende Probleme, von der Schonung von natürlichen Lebensräumen bis hin zur Revitalisierung nach Abschluss der Bauarbeiten, von der Verlegung der Prellböcke zur Schaffung eines neuen Querbahnsteigs bis zu den urbanen Entwicklungsmöglichkeiten, die die Verlagerung der Gleise unter die Erde bietet.

Allerdings rauschte manches bei der Führung an den Schülern vorbei, weil die drei Baustellenführer akustisch schwer zu verstehen waren. Weiterer Kritikpunkt aus Sicht der Gymnasiasten: Die Guides gingen zu wenig auf die Anliegen und Interessen der Schüler ein - was letztlich den Eindruck eines ansonsten überaus informativen Tages etwas trübte.