Geislingen an der Steige Zaun an Spielplatz hält Fils-Hochwasser nicht stand

Geislingen an der Steige / MANFRED BOMM 25.06.2013
Macht ein engmaschiger Zaun Sinn, der bei jedem Fils-Hochwasser verbogen wird? Diese Frage wurde im Gemeinderat erhoben.

Ein Zaun, der den filsnahen Spielplatz bei der TVA-Halle in Altenstadt umgibt, sorgt für Irritation: Als das jüngste Fils-Hochwasser das Gelände überflutete, führte hängen gebliebenes Treibgut dazu, dass die Umzäunung unter dem Druck der Wassermassen ziemlich verbogen wurde.

Ähnliches, so wurde im Technischen Ausschuss des Gemeinderats befürchtet, werde sich beim nächsten Hochwasser wiederholen. Doch den Eindruck, dieser Zaun, der spielende Kinder davor schützen soll, in die Fils zu fallen, stoße auch innerhalb der Stadtverwaltung auf keine einhellige Begeisterung, rückte Stadtplanerin Alwine Aubele zurecht: Es handle sich um eine Maßnahme, zu der es eindeutige Vorschriften gebe. Ein Kinderspielplatz an einem "Fließgewässer mit wechselnden Wasserständen" erfordere zwingend einen Schutzzaun.

Den Vorschlag, eine Konstruktion zu verwenden, die bei einem drohenden Hochwasser rechtzeitig beseitigt werden könne, lehnte die Verwaltung als unpraktikabel ab. Denn dann stelle sich die Frage, wem diese Aufgabe übertragen werden solle. Außerdem gäbe es gewiss Kritik, wenn der Schutzzaun ausgerechnet bei anschwellender Fils abgebaut würde.

Die Frage von SPD-Stadtrat Peter Zajontz, ob es für die Schäden Finanzmittel aus einem Hochwasserfonds gebe, will Oberbürgermeister Wolfgang Amann zum Anlass nehmen, zu klären, inwieweit eine Versicherung für die Reparatur des Zaunes aufkommt.

Holger Schrag (GAL) gab die Klage einiger Eltern über den Bodenbelag des Spielplatzes weiter. Die Kinder verschmutzten sich durch Sand und Kiesel, was bei Rindenmulch oder Holzhäcksel vermieden würde. Stadtplanerin Aubele betonte, dass die benutzten Materialien als Fallschutz zugelassen und der Umgebung angepasst seien und bei einer Überschwemmung nicht sofort weggespült werden könnten.