Stuttgart/Geislingen WMF: Investoren haben die Macht übernommen

Die Kleinaktionäre sind raus: Seit gestern gehört die WMF allein dem Investoren-Duo KKR und Fiba mit ihrer Finedining Capital AG.
Die Kleinaktionäre sind raus: Seit gestern gehört die WMF allein dem Investoren-Duo KKR und Fiba mit ihrer Finedining Capital AG. © Foto: Markus Sontheimer
Stuttgart/Geislingen / RA/PM 21.01.2015
Die WMF hat am Dienstag bei ihrer außerordentlichen Hauptversammlung in Stuttgart den Machtwechsel vollzogen. Kleinaktionäre sind verärgert.

Die WMF hat Nägel mit Köpfen gemacht: Die Finedining Capital AG (Holding aus KKR und Fiba, die bereits 92 Prozent des WMF-Grundkapitals hält) sicherte sich die alleinige Macht bei der WMF. Der dazu nötige Beschluss zu einem Zwangsausschluss der Kleinaktionäre (Squeeze-out) wurde am Dienstag in Stuttgart gefasst. Nur 0,48 Prozent stimmten dagegen, wie WMF-Pressesprecher Kai Michael Hummel kurz nach 20 Uhr am Dienstagabend bestätigte.

Die Aktien der Minderheitsaktionäre gehen damit gegen eine Abfindung von 58,37 Euro pro Stück auf die Holding über. Kleinaktionäre hatten zuvor ihrem Missmut Luft gemacht: "Wenn Sie mich als WMF-Aktionär entsorgen, werde ich nie wieder ein WMF-Produkt kaufen", kündigte ein Kleinaktionär an. Er sprach von einem "erheblichen Kulturschaden" für das Unternehmen und einem "Weg in die Ungewissheit". Auch andere Minderheitsaktionäre äußerten sich skeptisch. Kritik hatte es bereits im Herbst an der Ankündigung gegeben, WMF nach der Transaktion von der Börse zu nehmen.

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