Der Betriebsrat der WMF kämpft weiter gegen die geplante Umstrukturierung des Unternehmens und den geplanten Abbau von Arbeitsplätzen auch in Geislingen. Laut dem Betriebsratsvorsitzenden Frank Schnötzinger sollen bei einer am Dienstag stattfindenden Betriebsversammlung noch einmal die Forderungen bekräftigt werden, die der Betriebsrat Anfang November der Geschäftsführung übergeben hat.

WMF-Betriebsrat fordert Verbleib der Kochgeschirrfertigung

Die wichtigsten Punkte: Keine betriebsbedingten Kündigungen und Verbleib der Kochgeschirrfertigung in Geislingen bis entweder Alternativprodukte für die Fertigung gefunden sind oder alle Mitarbeiter einen gleichwertigen Arbeitsplatz erhalten haben. Darüber hinaus fordert der Betriebsrat, dass die im Rahmen der sogenannten Agenda 21 vorgestellte neue Organisationsstruktur noch einmal überarbeitet wird.

Zwischenzeitlich habe es Feedback von der Geschäftsführung gegeben, heißt es in der WMF-internen Betriebsratszeitschrift, die der GZ vorliegt. Dieses habe den Betriebsrat allerdings nicht zufriedengestellt – vor allem, was die Organisationsstruktur betreffe. Während der „große Wasserkopf“ der WMF nahe zu unberührt bleibe, sollten „die ‚kleinen’ Arbeiter und Angestellten mal wieder herhalten“.

WMF-Pressesprecher Stefan Kellerer verlässt Unternehmen

Das Unternehmen teilt unterdessen mit, dass Pressesprecher Stefan Kellerer die WMF zum Jahresende verlassen wird. Man trenne sich in gegenseitigem Einvernehmen, heißt es in einer Pressemitteilung. Kellerer teilt mit, er wolle sich neuen Herausforderungen außerhalb des Unternehmens stellen.

Sein Weggang habe nichts mit der aktuellen Situation zu tun, betont er auf Nachfrage der GZ. Kellerer war seit 1991 bei der WMF beschäftigt; seit 2017 leitete er die Unternehmenskommunikation. Seine Aufgaben übernimmt zunächst Geschäftsführer Bernd Stoeppel.