Geislingen / Michael Rahnefeld Die Geislinger Physiotherapeutin Julia Wild wendet ihren Beruf auch bei vierbeinigen Patienten an. Die Tiere genießen die Behandlung.

Julia Wild ist 24 Jahre alt und seit 2016 als Physiotherapeutin tätig, arbeitet in einer physiotherapeutischen Praxis in Salach. Schon als Kind hat Julia Wild Hunde geliebt und in ihrer Ausbildung bestimmte Therapieformen wie Massagen oder Mobilisierungen am Hund ihrer Eltern geübt. „Vor allem die Massagen lieben die Hunde“, freut sich die junge Frau, die schon eine ganze Weile die Idee hatte, Physiotherapie auch für Vierbeiner anzubieten. Erste Erfolge hatte sie dabei beispielsweise im Sommer 2018, als mit ihrer Unterstützung an der altenglischen Bulldoge Luna eine Lähmung der Hinterläufe geheilt wurde.

Idee jetzt umgesetzt

Konsequent umgesetzt habe  sie ihre Idee bislang aber noch nicht, sagt Julia Wild, die im vergangenen Jahr zumindest damit begonnen hatte, ihre Physiotherapie für Hunde mobil anzubieten. Jetzt hat sie Praxisräume bei ihrem Großvater in Geislingen bekommen. Dort behandelt sie jetzt Hunde an drei Nachmittagen pro Woche Es beginnt mit einer 50- bis 60-minütigen Erstbehandlung, bei der es zunächst um den Befund am Tier geht, dann folgen in der Regel 30-minütige Folgesitzungen, in denen ganz gezielt Leiden des Hundes behandelt werden. Selbst Lymphdrainagen oder durchblutungsfördernde Mikromassagen sind dabei im Therapie-Repertoire. Oft ergeben sich Behandlungen aber auch nach Operationen am Tier oder bei Bandscheibenvorfällen, erklärt die Expertin.

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Was ist Physiotherapie für Hunde?

Physiotherapie oder Krankengymnastik, wie diese Behandlungsart geläufiger benannt wird, beruht darauf mit spezifischem Training und der äußerlichen Anwendung von Heilmitteln den Bewegungsapparat und die Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers wieder herzustellten, zu verbessern  oder zu erhalten. Exakt die selben Möglichkeiten werden auch bei Tieren, hier vor allem bei Hunden eingesetzt. Das von Stefanie Vogt herausgebene Haustiermagazin unterscheidet dabei einerseits in die aktive Physiotherapie, die aus Bewegungsübungen besteht, bei denen der Tier-Patient aktiv mitmacht. Dies funktioniert oft spielerisch und mit Anreizen wie Leckerchen oder Spielzeugen, denn der Physiotherapeut ist auf die Kooperation des Hundes angewiesen. Andererseits gibt es die passive Physiotherapie, die Methoden umfasst, mit denen der Hund behandelt wird, ohne selbst aktiv zu werden während er auf einer Unterlage am Boden liegt. Damit sich der Hund optimal entspannen kann, arbeitet der Therapeut ruhig und besonnen und nimmt sich besonders in den ersten Sitzungen viel Zeit.

Quelle: www.haustiermagazin.com