Das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart hat die Planunterlagen für den weiteren Ausbau der B10 zwischen Gingen-Ost und Geislingen-Ost „vor wenigen Tagen“ an das Landesverkehrsministerium versandt. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor, die das Verkehrsministerium des Landes gestern veröffentlicht hat. Die Unterlagen würden „noch im Oktober“ dem Bundesverkehrsministerium vorgelegt, versichert Uwe Lahl, Amtschef im Landesverkehrsministerium.

Raum Geislingen

Neue B10: Gesehensvermerk soll zeitnah erteilt werden

Nach Auffassung des Landes wurden die Änderungswünsche des Bundes soweit berücksichtigt, dass einer zeitnahen Erteilung des Gesehenvermerks nichts mehr entgegenstehen sollte, so Lahl weiter. Dieser Vermerk ist die Voraussetzung für die weiteren Planungsschritte und das Planfeststellungsverfahren.

Anlass für die Pressemitteilung war ein Treffen zwischen Lahl und Vertretern aus dem Kreis Göppingen, nämlich der Landtagsabgeordnete Nicole Razavi (CDU), Geislingens Oberbürgermeister Frank Dehmer und Hans-Peter Maichle, Chef der Bürgerinitiative B10-Neu. Razavi habe nach den „Irritationen“ der vergangenen Woche darum gebeten, den Sachstand bei einem Gespräch zu klären.

Amtschef Lahl betonte, dass die Vogelschutzgebiete im Planungsbereich der Trasse die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens nicht verzögern würden. Die gesamten Fragen zum Naturschutz würden dann im Rahmen Planfeststellungsverfahren „angemessen“ behandelt. Im Verlauf des Gesprächs wiesen die Mitarbeiter des Landesverkehrsministeriums auch darauf hin, dass auf Veranlassung des Bundes die Anschlüsse Geislingen-Mitte und Geislingen-West gegenüber den im Juli 2018 eingereichten Planunterlagen verändert wurden.

Anschlüsse in Geislingen als Einmündungen mit Ampeln

Zuvor hatte das Land aufgrund der hohen Verkehrsbelastung an den Anschlüssen Geislingen/West und Geislingen/Mitte die B10 kreuzungsfrei an die nachgeordneten Straßen anbinden wollen. Stattdessen  sollen diese Anschlüsse nun als Einmündungen mit Ampeln gebaut werden. Dies hatte das Bundesverkehrsministerium gefordert, weil auf diese Weise weniger Fläche verbraucht wird und weniger Kosten entstehen.

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