Raum Geislingen Was passiert mit dem Geld aus der Herdprämie?

Raum Geislingen / SWP 04.09.2015
Das Betreuungsgeld ist Geschichte - was tun mit dem frei werdenden Geld? Kommentare von Heike Baehrens (SPD) und Hermann Färber (CDU).

Das Bundesverfassungsgericht hat im Juli die "Herdprämie" gekippt, die Eltern für die Betreuung ihrer Kinder zu Hause bekommen hatten. Nun ist ein Streit darüber entbrannt, wofür die frei werdenden Mittel verwendet werden sollen. Die Göppinger SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens sagt dazu: "Familienministerin Manuela Schwesig hat recht: Das für das Betreuungsgeld veranschlagte Budget muss weiterhin bei den Familien ankommen." Eine gute Betreuung komme allen Familien zugute. Deshalb sollten die frei gewordenen Mittel in erster Linie in den Ausbau und die Verbesserung der Kinderbetreuung fließen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hermann Färber aus Böhmenkirch meint: "Ich bin dafür, dass dieses Geld in jedem Fall direkt den Familien zugute kommen soll, die auch vom Betreuungsgeld profitiert hätten, weil sie keine staatliche Betreuung für ihre Kinder in Anspruch nehmen." Man müsse nun überlegen, wie man dies gewährleisten könne. Es sei keine Lösung, das Geld einfach den Ländern zu überlassen; viele Länder hätten schon deutlich gemacht, dass sie kein Betreuungsgeld einführen wollten.

Zurück zur Startseite Zum nächsten Artikel