Kreis Göppingen Was die neuen Bundestagsabgeordneten tun

ROD 28.11.2013
Was tun unsere beiden neuen Bundestagsabgeordneten aus dem Wahlkreis Göppingen, wenn der Bundestag doch gar nicht arbeitsfähig ist? Hermann Färber (CDU) gab Antworten.

Herr Färber, Sie sind seit geraumer Zeit Bundestagsabgeordneter. Doch der Bundestag tagt praktisch nicht, weil die Regierungsbildung sich hinzieht. Was können Sie derzeit tun?

HERMANN FÄRBER: Ich bin ein bis zwei Tage pro Woche in Berlin, um an Sitzungen der Fraktion, der CDU-Landesgruppe sowie des Parlamentskreises Mittelstand und der Kommunalpolitischen Vereinigung teilzunehmen. Zudem führe ich zahlreiche Gespräche, knüpfe wichtige Kontakte und schaffe mir so ein Netzwerk. Neben dem Aufbau meines Büros nutze ich außerdem die Gelegenheit, mich in verschiedene Themen vertiefter einzuarbeiten.

Wie waren Ihre ersten Eindrücke vom Parlament? Sind Sie in Berlin bereits angekommen?

FÄRBER: Der Deutsche Bundestag ist mit seinen 631 Mitgliedern ein recht großes Gremium. Dennoch läuft alles sehr organisiert und strukturiert ab. Die Sitzungen sind interessant und wir führen spannende Diskussionen. Sowohl in der Fraktion als auch in der CDU-Landesgruppe wurde ich sehr freundlich aufgenommen und die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend.

Wie hat sich Ihr Leben seit dem Wahltag verändert?

FÄRBER: Ich bin noch mehr unterwegs als zuvor. Neben meinen Verpflichtungen in Berlin bin ich beispielsweise bei Veranstaltungen wie der Verkehrskonferenz, wo ich mich für den Ausbau der B 10 und A 8 starkmache. Trotzdem bin ich so viel wie möglich im Landkreis unterwegs, denn hier will ich über den Wahltag hinaus präsent sein. Da seither auch die Büroarbeit deutlich zugenommen hat, beschränkt sich meine Tätigkeit im landwirtschaftlichen Familienbetrieb in Böhmenkirch nur noch auf wenige Stunden in der Woche. Info Die zweite neue Abgeordnete, die der Wahlkreis nach Berlin entsendet, die SPD-Bundestagsabgeordnete Heike Baehrens, hat auf die Interviewanfrage der GZ bisher nicht reagiert.