Aufhausen Neue Tour für Wanderer: „Rund um Aufhausen“

Da geht’s lang. Ortsvorsteher Ludwig Kraus, selbst begeisterter Wanderer, zeigt auf der Infokarte den Streckenverlauf der sieben Kilometer langen Rundwanderung um den Geislinger Stadtbezirk Aufhausen.
Da geht’s lang. Ortsvorsteher Ludwig Kraus, selbst begeisterter Wanderer, zeigt auf der Infokarte den Streckenverlauf der sieben Kilometer langen Rundwanderung um den Geislinger Stadtbezirk Aufhausen. © Foto: Jochen Weis
Aufhausen / Jochen weis 09.04.2018
Eine Arbeitsgruppe im Geislinger Stadtbezirk verwirklicht eine Tour, die zu insgesamt 13 Infostationen führt. Start am Engelplatz.

Der Landkreis hat seine Löwenpfade, Geislingen den Erlebnispfad Geislinger Steige. Nun legt Aufhausen mit einem eigenen Rundwanderweg nach. „Rund um Aufhausen“ heißt die sieben Kilometer lange Strecke, die zu insgesamt 13 Stationen in und um Aufhausen führt. An jeder dieser 13 Stationen – acht im und beim Dorf, fünf im Gelände, von Hüle und Zehntscheuer bis Wutzenwald – sind Infotafeln angebracht mit „viel Wissenswertem aus Geschichte und Gegenwart Aufhausens“, wie es am Ausgangspunkt der Rundtour beim Engelplatz heißt.

Geplant und umgesetzt hat den Wanderweg die Arbeitsgruppe „Wandertour“, entstanden vor nunmehr vier Jahren als eine von fünf Arbeitsgruppen, als sich in dem Geislinger Stadtbezirk das Bürgerprojekt „Unser Dorf – Unsere Zukunft“ konstituierte. Die Tour durch und um Aufhausen  ist nach dem im Juni des Vorjahres eingeweihten Engelplatz und dem im November eröffneten Dorfladen das bereits dritte Projekt, welches die Arbeitsgruppen angestoßen beziehungsweise verwirklicht haben.

Die Idee geht auf das 1150-Jahr-Jubiläum Aufhausens zurück, 2011 feierten die Bürger mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen die erste urkundliche Erwähnung des heutigen Geislinger Stadtbezirks. „Seinerzeit kam der Vorschlag zu einer Ösch-Rallye auf, sprich: einem Stationenlauf  im Ösch, der Aufhausener Flur“, erklärt Ortsvorsteher Ludwig Kraus.

Aus dem Vorschlag wurde schließlich eine Runde mit 18 Stationen, an denen auf Schautafeln das historische Dorf- und Landleben dargestellt war. Organisiert hatte das Ganze der Aufhausener Oskar Dreher. „Die Rallye kam bei den Bürgern so gut an, dass in der Folge immer wieder der Wusch laut wurde, so etwas noch mal zu machen“, berichtet Ortsvorsteher Kraus. Bei der Bürgerversammlung manifestierte sich dieser Wunsch schließlich in Form der Arbeitsgruppe, der AG Wandertour.

Deren acht Mitglieder um den Verantwortlichen Bernhard Hagmeier machten sich in der Folge an die Konzeption, überlegten sich, welche der am Ende 13 Stationen Aufnahme finden sollten in die Rundtour, trugen alle weitergehenden Informationen zusammen, hielten Ausschau nach historischen Bildern und gestalteten schließlich in Eigenregie die Schautafeln.

Das Einzige, was die Gruppe letztlich fremdvergeben musste, war der Druck der Schilder und Wegweiser, gesponsert von einem Geldinstitut. „Integriert in den Rundweg ist auch ein Waldlehrpfad, den der Aufhausener Richard Wiedemann vor etwa zehn Jahren eingerichtet hat“, erklärt Kraus: „Die alte Beschilderung war bisher nur während des Sommers angebracht, die neue Beschilderung ist nun fest installiert.“ Außerdem hat die Arbeitsgruppe noch eine ganze Reihe Bänke organisiert, hergerichtet und ausgestellt, künftig wird sie die Wegpflege übernehmen.

Vom Tourismus profitieren

Wie erwähnt, ist der Ausgangspunkt der Wandertour bei der Kirche respektive dem Engelplatz. Dort steht die – wenn man so möchte – „Ur-Tafel“ mit Beschreibung der gut zweistündigen Wanderung. Auch sie ist Zeuge eines bürgerschaftlichen Engagements in Aufhausen. „Sie wurde finanziert aus dem Erlös der ersten Veranstaltung Kultur im Dorf im Jahr 2016, initiiert von dem Aufhausener Künstler Hartmut Väth“, erklärt Kraus, der hofft, dass die Rundwanderung auch auf das Interesse vieler Ausflügler stößt, zumal ein Teil des Weges identisch ist mit dem Albtraufgänger. „Tourismus ist ein ganz großes Thema im Landkreis. Durch bürgerschaftliches Engagement besteht die Möglichkeit, das Thema bis in die Teilorte herunterzubrechen, so dass diese ebenso von der Entwicklung profitieren können.“