Die Zauneidechsen sind umgesetzt, Zäune und Ersatzhabitate angelegt und das Eigentum am Gelände ist übertragen. Eigentlich könnte es mit dem Bau der neuen Waldorfschule im Zillerstall schon bald losgehen. Doch in diesem Jahr wird es mit dem Baustart wohl nichts mehr, zumal es noch eine ganze Reihe an formalen Abläufen gibt und auch planerische Arbeiten noch anstehen.

Eigentlich hätte es im Herbst 2018 schon losgehen sollen

Kurzer Rückblick: Eigentlich sah es so, aus, dass bereits im Herbst des vergangenen Jahres der Spatenstich für die neue Waldorfschule Sankt Michael im Zillerstall erfolgen sollte. Das Gelände dort war Anfang 2018 bereits vorbereitet worden. Es wurden auf der Fläche, Steinhaufen, Sandinseln, Reisighaufen und Wurzelstubben als sogenannte Strukturelemente modelliert, zudem Echsenzäune angebracht, damit die bislang dort lebende Tierpopulation während der Bauarbeiten geschützt ist und sich zurückziehen kann. Bereits im Frühjahr 2018 waren die Zauneindechsen gefangen und in die Schutzräume umgesetzt worden. Im Laufe des Jahres stellte sich jedoch heraus, dass noch viele Tiere im ungeschützten Bereich verblieben waren. Für den Herbst wurde deshalb eine zweite Sammelaktion angesetzt und der Baubeginn verschoben.

Die Ausgleichsmaßnahmen sind abgeschlossen

Die Umweltbeauftragte der Stadt Geislingen, Sonja Pfau, bestätigte jetzt, dass die Umsetzungen komplett gelaufen und alle Ausgleichsmaßnahmen erledigt sind.

Roswitha Felber, Geschäftsführerin der Schule, berichtet, nach Rückkehr des Architekten aus dem Urlaub soll es ein gemeinsames Treffen mit den Verantwortlichen der Waldorfschule geben, um die genauere Planung auszuarbeiten. Schon bald soll nun das Baugesuch eingereicht werden, das eventuell noch durch den Gemeinderat muss, sofern es vom gültigen Bebauungsplan abweicht. Die Geschäftsführerin rechnet mit einer Bauzeit von etwa eineinhalb Jahren. Baubeginn könne nach Einschätzung von Felber Anfang 2020 sein.

Mehr dazu im E-Paper und in der Ausgabe der GZ vom 14. August.