Bücher Von verliebten Jungs und verschwundenen Bergsteigern

Geislingen / swp 09.11.2018

Diese Bücher faszinierten die jungen Zuhörer: Zunächst war das die Geschichte vom Clown Schabalu der, so munkelt man, in einem riesigen Schloss voller Süßigkeiten irgendwo in einem stillgelegten Vergnügungspark darauf wartete, mit ein paar Kindern die größte Party aller Zeiten zu feiern. Diese und andere Geschichten hatten die Kinder- und Jugendbuchautorinnen Karen-Susan Fessel, Maja Nielsen und der Kinderbuchautor Oliver Scherz mit nach Geislingen gebracht. Insgesamt 17 Lesungen mit 40 Klassen fanden zwischen Ende September und Ende Oktober in der Stadtbücherei statt. Organisiert waren diese Autorenbegegnungen vom Lese-Netzwerk Geislingen, der Arbeitsplattform der Geislinger Schulen und der Stadtbücherei.

Los ging es mit fünf Lesungen des Freiburger Autors Scherz. Seine phantasievollen, lustigen Geschichten von der abenteuerlichen Reise des Elefanten Abu oder die Schulgeschichten von Ben kamen bei den Schülern unterschiedlicher Grundschulen sehr gut an. Dass Oliver Scherz auch ausgebildeter Schauspieler ist, machte seine Lesungen sehr lebendig. Jeder Figur seiner Geschichten verlieh er eine andere Stimme. Seine zu den Büchern komponierten Lieder trug er schwungvoll auf der Gitarre vor und die Kinder stimmten mit ein.

Karen-Susan Fessel schreibt für Kinder und Erwachsene. Zu ihren sechs Lesungen hatte sie aber vornehmlich ihre Bücher für Jugendliche mitgebracht. Die Sechs- bis Neuntklässler konnten sich in ihren Geschichten von den Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens und in den Protagonisten wiederfinden. Konzentriert lauschten sie den vorgelesenen Textabschnitten ebenso wie den persönlichen Berichten der Autorin und kamen mit Karen-Susan Fessel ins Gespräch.

„Abenteuer“ – prominent prangt dieses Wort auf jedem Buch und Hörbuch von Maja Nielsen. Die Sachbuchautorin hatte aufregende Geschichten im Gepäck, die einmal wirklich so passiert sind. Gebannt folgten die Kinder und Jugendlichen Maja Nielsen zu Jane Goodall in den Urwald, erlebten die letzten Stunden der Titanic mit oder erfuhren genaueres über das Schicksal der britischen Mount-Everest-Expedition von 1924 und die jahrzehntelange Suche nach den dabei verschollenen Bergsteigern.

Über 800 Kinder und Jugendliche nahmen an den Lesungen teil. Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe des Lese-Netzwerkes fanden sich dann  noch knapp 300 Kinder zu zwei Theateraufführungen in der Rätsche ein. Das Knuth-Theater zeigte dort „Am Samstag kam das Sams zurück“ und erhielt so viel Applaus wie zuvor die Autoren.

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